Aggressive Schäferhunde terrorisieren Gemeinde

Ein 69 Jahre alter Mann und ein 18-Jähriger wurden von den Hunden gebissen (Symbolbild).
Ein 69 Jahre alter Mann und ein 18-Jähriger wurden von den Hunden gebissen (Symbolbild).  © dpa/Thomas Frey

Höchberg - Zwei blutige Attacken hintereinander – in der Marktgemeinde Höchberg im Landkreis Würzburg musste die Polizei gegen aggressive Schäferhunde vorgehen.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Dienstagvormittag. Ein 69-jähriger Mann wurde von einem wilden Schäferhund angegriffen und ins Bein gebissen. Bereits in der Woche davor war ein 18-Jähriger von zwei freilaufenden Schäferhunden angefallen und gebissen worden, wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Dienstag mitteilte.

Nach dem ersten Vorfall verliefen die Ermittlungen der Polizei demnach im Sande. Weder die Hunde noch ihr Halter konnten ausfindig gemacht werden. Nach der Attacke am Dienstag waren die Beamten wieder vor Ort, diesmal mit mehreren Streifen.

Die Fahndung nach den Hunden verlief beim zweiten Einsatz erfolgreich: Mit "Salami und Gummibärchen" konnten die Beamten zunächst eine friedliche, einjährige Hündin namens "Chiara" einfangen. Danach rückten fünf Hundeführer mit Schutzanzügen und Fangstange aus, um einen zwei Jahre alten und Rüden namens "Rex" unter Kontrolle zu bringen.

Zu dieser Zeit erschien auch der Halter der beiden Schäferhunde, ein 52-Jähriger aus Höchberg. Unter Auflagen wurden die Tiere wieder an den Mann ausgehändigt.

Künftig darf er seine Hunde nur noch mit Maulkorb und Leine ausführen. Zudem muss er sein Grundstück absichern, um ein weiteres Ausbrechen der Tiere zu verhindern.

Gegen den 52-jährigen Hundehalter wird wegen "fahrlässiger Körperverletzung" ermittelt.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey


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