Höcke im Fokus: Neue Studie liefert Hinweise auf Kooperation von AfD und NPD

Jena - Immer wieder gerät besonders die Thüringer AfD mit ihrem Vorsitzenden Björn Höcke in die Kritik, eine neue Jenaer Studie trägt dazu mit neuen Hinweisen bei.

Björn Höcke ist Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der AfD bei den kommenden Landtagswahlen.
Björn Höcke ist Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der AfD bei den kommenden Landtagswahlen.  © DPA

Wie die TLZ berichtet, liefere die Studie des wissenschaftlichen Referenten Axel Salheiser vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena neue Hinweise auf Kooperationen zwischen namenhaften AfD-Mitgliedern und Anhängern der rechtspopulistischen NPD.

Es gehe nicht darum, AfD-Wähler zu stigmatisieren, sage er. Aber alleine aus öffentlich zugänglichen Quellen belege er, wie wenig Berührungsängste es teilweise zwischen den Parteien gebe.

Besonders im Fall des Landesvorsitzenden Björn Höcke. Dass Höcke hinter dem Autor Landolf Ladig stecke, der immer wieder in einer NPD-Zeitschrift geschrieben hatte und in einer Ausgabe ausgerechnet Haus und Wohnort des Politikers beschrieben habe, sei für ihn durch die Dokumentationen des Soziologen Andreas Kemper so gut wie bewiesen. Auch dass Höcke sich geweigert hatte, eine eidesstattliche Versicherung zum Thema zu unterschreiben, spreche dafür.

Doch auch hinter Höcke gebe es gut vernetzte AfD-Mitglieder, wie Salheiser nun offen legt. Thomas Rudy, Landtagsabgeordneter, habe so an einem Vernetzungstreffen von Pegida, Thügida und Identitärer Bewegung teilgenommen.

Ein weiteres Beispiel sei der Bundestagsabgeordnete Robby Schlund, der in seinem Wahlkreis in Ostthüringen mit einem Holocaustleugner und Reichsbürger zusammenarbeite. Auf Facebook tauchte ein Foto des Mannes an einem AfD-Stand auf. Schlund pixelte den Mann und veröffentliche das Foto. Der bekennende Reichsbürger tat das nicht, zeigte seine Verbindungen zur AfD ganz offen und postete das unbearbeitete Bild auf seiner Facebook-Seite.

Die Grenzen zwischen AfD und extremen Rechten, sei fließend und müsse im Landtagswahljahr mehr zur Sprache kommen. "Menschen, die Höcke aktiv stützen, stehen nicht auf dem Boden des Grundgesetzes", sagt Salheiser.

Titelfoto: DPA

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