Taschenlampen raus! Höhlen-Ausstellung im Schloss Lichtenwalde verzaubert Besucher

Lichtenwalde - Dunkel wie eine Höhle empfängt die neue Ausstellung im Schloss Lichtenwalde ihre Besucher.

Eiszeitliche Höhlenkunst können Besucher mit Taschenlampen in einer neuen Sonder-Ausstellung entdecken.
Eiszeitliche Höhlenkunst können Besucher mit Taschenlampen in einer neuen Sonder-Ausstellung entdecken.  © Kristin Schmidt

Im Schein von Taschenlampen gibt sie ihren Zauber preis: 30 Abbilder von eiszeitlichen Höhlenmalereien, je acht Quadratmeter groß. Mammuts tauchen auf, Bisons, Wildpferde, Ornamente. Die ältesten Motive sind 30.000 Jahre alt. Sie wurden mit Erdfarben und Erzen hergestellt.

"Diese unterirdischen Bildwelten der Eiszeit, welche heute nur noch wenigen zugänglich sind, einem größeren Publikum zu öffnen und das Wissen darüber zu vermitteln, ist Ziel unserer Ausstellung", sagt Schloss-Chefin Patrizia Meyn (46).

In den 60 Jahren hatte der Düsseldorfer Hobbyforscher Heinrich Wendel die Malereien in mehr als 50 Höhlen Europas fotografiert.

Ein 20-minütiger Film stimmt auf die eiszeitliche Entdeckungstour ein. Fünf Audiostationen und kurze Texte erläutern unterwegs Motive und Szenen.

Schloss-Chefin Patrizia Meyn (46) holte die Fotografien als Leihgabe aus dem Neanderthal-Museum Mettmann.
Schloss-Chefin Patrizia Meyn (46) holte die Fotografien als Leihgabe aus dem Neanderthal-Museum Mettmann.  © Kristin Schmidt

Geöffnet ist ab Donnerstag bis 5. Januar, dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr. Das Schlossticket kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Ein Streit, der sich an der vergangenen Ausstellung von Scherenschnitten zwischen Patrizia Meyn und Augustusburgs Bürgermeister Dirk Neubauer (47, SPD) entzündet hatte (TAG24 berichtete), soll bald beigelegt sein.

Am 18. Juni wollen sich Schlossherrin und Stadtchef treffen.

Außen Barock - innen Eiszeit. Im Schloss Lichtenwalde erwartet Museumsbesucher eine außergewöhnliche Zeitreise.
Außen Barock - innen Eiszeit. Im Schloss Lichtenwalde erwartet Museumsbesucher eine außergewöhnliche Zeitreise.  © Kristin Schmidt

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