Bayern-Boss Hoeneß über Assauer (†74): "Haben viele Schlachten geschlagen"

München/Gelsenkirchen - Eine Legende des deutschen Fußballs ist tot: Rudi Assauer hat mit 74 Jahren seine Augen für immer geschlossen. Über viele Jahre hinweg arbeiteten Bayern-Präsident Uli Hoeneß (67) und der Ex-Manager des FC Schalke in der Bundesliga. Dabei krachte es auch des Öfteren zwischen den Charakter-Köpfen.

Uli Hoeneß (r) und Rudi Assauer (M) haben sich gefetzt, aber immer wieder vertragen. (Bildmontage)
Uli Hoeneß (r) und Rudi Assauer (M) haben sich gefetzt, aber immer wieder vertragen. (Bildmontage)  © DPA

"Er war ein alter Weggefährte. Wir haben viele Schlachten geschlagen, wir haben uns gefetzt und immer gemocht", sagte Hoeneß am Mittwoch am ARD-Mikrofon.

Die beiden Bundesliga-Legenden gerieten beispielsweise 2005 aneinander. Schalke verschuldete sich damals beim Bau der Veltins-Arena (191 Millionen) und versuchte, Jagd auf den Rekordmeister zu machen.

Hoeneß damals: "Ich habe das Gefühl, Rudi Assauer will am Ende seiner Karriere auf Teufel komm raus Titel holen und er hetzt Schalke damit in ein großes Risiko. Wer alles auf Pump macht, wird untergehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche."

Assauers Antwort ließ natürlich nicht lange auf sich warten. "Wir waren auch schon mal in dem einen oder anderen Trainingslager mit Schalke, in dem ich aus Langeweile einen Spruch rausgehauen habe. Das ist schon in Ordnung", ordnete der Schalke-Manager die Situation ein.

Am Ende rauften sich Hoeneß und Assauer aber immer wieder zusammen. "Wir haben uns aber auch nach den Spielen, wo es hoch herging, immer prima verstanden. Wir waren auch privat befreundet. Rudi Assauer war ein kerniger Typ, der dem Fußball unheimlich gut getan hat", sagte der Bayern-Präsident am Mittwoch.

Titelfoto: DPA

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