Polizei hebt Drogenplantage im "Horror-Haus" aus

Über 1000 Pflanzen stellten die Ermittler sicher.
Über 1000 Pflanzen stellten die Ermittler sicher.  © Polizei Bielefeld

Höxter - Um das "Horror-Haus" in Höxter-Bosseborn wird es vermutlich nie so richtig still werden. Über Jahre quälten und folterten Angelika und Wilfried W. dort mehrere Frauen, zwei starben an den Folgen.

Aktuell wird dem Paar der Prozess in Paderborn gemacht (TAG24 berichtete). Anfang Februar 2017 kaufte ein Schotte das Haus am Saatweg, er wollte das Haus sanieren und später vermieten oder gar selber einziehen.

Ein halbes Jahr später stand dann erneut die Polizei vor der Tür (TAG24 berichtete), dem Dachdecker wurde vorgeworfen, das Haus extra so umgebaut zu haben, dass dort Cannabis-Pflanzen gezüchtet werden können.

Die Beamten wurden fündig und nahmen am 20. September wurden zwölf Personen vorläufig festgenommen.

Die Polizei Bielefeld hob die dort betriebene Plantage aus und schickte die sortierten Pflanzen an der LKA aus NRW. Mittlerweile liegt das Gutachten vor: "Die Ernte ergab einen Ertrag von circa 38 kg Marihuana. Dies weist einen hohen THC-Anteil von 6,5 kg auf", schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Der Wert der sichergestellten Drogen soll sich nach Schätzungen von Polizei und Staatsanwaltschaft auf rund 200.000 Euro belaufen.

Das Haus am Saatweg wurde am 20. September wieder abgesperrt.
Das Haus am Saatweg wurde am 20. September wieder abgesperrt.

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