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Misshandlungen von Höxter: Ermittler sollen aussagen

Im Mordprozess vom Horror-Haus in #Höxter gibt es noch viele Fragezeichen.
Wilfried und Angelika W. schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
Wilfried und Angelika W. schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

Paderborn - Im Folterprozess von Höxter-Bosseborn geht es weiter: Am 19. Verhandlungstag erwartet das Landgericht Paderborn wieder einige Zeugen. Ein Urteil wird frühestens im Herbst erwartet.

Noch immer beschuldigen sich Wilfried W. (47) und Angelika W. (48) vor Gericht gegenseitig, die treibende Kraft gewesen zu sein. Zur Aufklärung der Verhältnisse hört das Landgericht nun weitere Frauen aus dem Umfeld der Angeklagten.

Beide sind wegen Mordes angeklagt. Bevor zwei Frauen mit ihrem Leben bezahlt haben, mussten sie unter den Umständen im Haus der Familie W. qualvoll leiden.

Zuletzt berichtete eine Zeugin von schweren körperlichen Misshandlungen und Psychoterror. Ein Ermittler erzählte außerdem von der Mutter von Wilfried W., die aussagte, die Hauptschuld läge bei Angelika W..

Am Dienstag sollen weitere Ermittler angehört werden, die die Angeklagten verhörten. TAG24 berichtet ab Prozessbeginn wieder mit einem Live-Ticker.

15.05 Uhr: Die Verhandlung wurde vorerst beendet. Am nächsten Dienstag geht es weiter.

Für den nächsten Dienstag ist als Zeugin Christel P. geladen. Die Frau wohnte über mehrere Wochen in Höxter-Bosseborn bei den beiden Angeklagten und wurde misshandelt und gequält. Sie kam mit dem Leben davon. Angelika und Wilfried W. setzten sie schwer verletzt in Braunschweig in einen Zug, der sie wieder nach Hause in den Raum Magdeburg brachte.

14.50 Uhr: "So etwas hatte ich noch nie gesehen und ich dachte mir, dass müsse sehr schmerzhaft gewesen sein. Innerlich sträubte sich alles bei mir. Es konnte keine Selbstverletzung sein. Susanne F. hatte unregelmäßig abgeschnittene Haare, es gab Schorf auf der Kopfhaut und ich habe mich gefragt, unter welcher Krankheit die Patientin leidet", beschrieb die Notärztin den Zustand des Opfers weiter.

Sie habe sich ausschließlich darum gekümmert, ein Menschenleben zu retten. Ihr seien Nebendinge nicht wichtig gewesen aufzunehmen, so die 54-Jährige weiter. Einzig sei ihr aufgefallen, dass die Angeklagten kein Interesse an der Patientin zeigten.

"Angelika W. erzählte mir nur, dass es der Patientin schon am Nachmittag schlecht gegangen sei, und sie wollten Susanne F. nach Hause nach Bad Gandersheim fahren", sagte die Zeugin. Wilfried W. hielt sich während des gesamten Einsatzes im Hintergrund, um nicht aufzufallen, so vermutet die Notärztin.

"Wäre Susanne F. zu Hause gestorben und wäre es nach einer großen Zeitspanne entdeckt worden, hätte man kaum noch die Todesursache entdecken können", erzählte die Frau völlig entsetzt. Man würde keine Frau in diesem Zustand nach Hause bringen.

Zudem sei aufgefallen, dass das Opfer eher hochsommerliche Kleidung trug und es eigentlich sehr kalt war. Außerdem habe Susanne F. kein einzelnes Fettpölsterchen gehabt, aus dem der Körper Wärme ziehen könne, so die 54-Jährige.

"Das Abkühlen von Susanne F. auf etwa 29 Grad Kerntemperatur muss über Tage passiert sein. Das geschieht nicht in einem kurzen Zeitraum. Im Auto roch es übel nach dem Erbrochenen. Es kann eine Mischung von Erbrochenem und Urin gewesen sein", beschrieb die Notärztin.

Die Zeugin wird entlassen.

14.32 Uhr: Der Prozess wird fortgesetzt. Nun ist die Notärztin (54), die Susanne F. behandelte, an der Reihe.

"Ich bekam eine Alarmierung, Krampfanfall war das Stichwort. Vor Ort habe ich den Einsatz als ganz normalen Einsatz abgearbeitet. Es war schon dunkel, es war kühl, der Pkw stand in einer Waldein/ausfahrt. Der Rettungswagen war schon vor Ort. Die Sanitäter hatten bereits Kontakt zu der Patientin", beschrieb die 54-Jährige den 21. April.

Der Zustand von Susanne F. sei äußerst kritisch gewesen, beschrieb die Ärztin weiter. "Sie befand sich auf der Rücksitzbank, hatte sich erbrochen und saß auf Plastiktüten. Die Patientin wurde sofort aus dem Auto gehoben. Sie war nicht ansprechbar, taumelte und schlenkerte mit den Armen. Der Kopf war nach vorne vorgebeugt. Die Sanitäter legten die Patienten in den Rettungswagen", fügte sie weiter an.

Weiterhin sagte die Notärztin aus, dass sie sich sehr über die Verletzungsmuster von Susanne F. gewundert habe. "Angelika erzählte mir eine seltsame Geschichte von Psychiatrie, Borderline-Patientin usw.. Dinge, nach denen ich überhaupt nicht gefragt habe. Die Patientin war in einem sehr verwahrlosten Zustand", erklärte die Zeugin.

"Ihr Bewusstseinszustand dämmerte immer weiter weg. Ihre Temperatur lag bei ungefähr 29 Grad. Ich hatte nur im Kopf, sie möglichst schnell in eine Klinik zu bringen", sagte die 54-Jährige.

11.19 Uhr: "Die beiden Angeklagten haben vor Ort einen sehr ruhigen Eindruck gemacht. So wirkten sie zumindest auf mich. Ich hatte den Eindruck, dass den beiden der Vorfall völlig egal war. Es war mir unverständlich, dass sie die Frau auf der Rücksitzbank so dürftig bekleidet transportierten.

Sie hätten doch mal eine Decke oder einen Mantel drüberlegen können. Da hätte man doch etwas unternehmen müssen. Wir wollten zuerst ins Einbecker Krankenhaus fahren, das war nicht möglich. So sind wir nach Northeim gefahren.

Ich kann mich an ihre Arme erinnern, da gab es Narben. Ich dachte, dass sie sich vielleicht geritzt habe. Aber direkte Verletzungen habe ich nicht erkannt.

Angelika W. sagte mir, die Patientin sei eine Bekannte, eine Freundin. Ich weiß nicht, ob die Patientin, Susanne F., wirklich einen epileptischen Anfall hatte. Mehr kann dazu die Notärztin sagen, die kurz nach mir am Einsatzort eintraf. Mir gegenüber waren die beiden weder handgreiflich noch aggressiv."

Der Zeuge wird entlassen und die Sitzung wird bis 14 Uhr unterbrochen. Ein Zeuge hat abgesagt. Um 14 Uhr folgt die Notärztin, die Susanne F. behandelte.

11.08 Uhr: Ein weiterer Zeuge betritt den Gerichtssaal. Er ist 48 Jahre alt und Rettungsassistent. Am 21. März 2016 war der Zeuge Fahrer des Rettungswagens, der Susanne F. nach Northeim ins Krankenhaus brachte.

"Wir haben eine Frau vorgefunden, leicht bekleidet, nicht ansprechbar. Die Kollegen haben sie aus dem PKW geholt und haben sie in den Rettungswagen gebracht. Ich habe mich um die Personalien gekümmert. Im Auto saßen Angelika und Wilfried W., die winterlich gekleidet waren, das war schon sehr ungewöhnlich.

Die Patientin, Susanne F., war sehr unterkühlt. Im Fahrzeug befanden sich Müllsäcke, hier saß die Patientin. Es roch sehr stark nach Urin. Vermutlich saß sie deswegen auf Plastiktüten. Wir haben versucht, sie anzusprechen. Aber es gab keine Reaktionen. Die Körpertemperatur war vermutlich so um 34 Grad. (Anm. d. Red.: Angelika und Wilfried wollten Susanne von Bosseborn wieder nach Hause, nach Bad Gandersheim bringen. Auf dieser Fahrt streikte das Auto. Die beiden Angeklagten riefen einen Krankenwagen)

Angelika überreichte mir die Krankenkassenkarte von Susanne F. und nannte mir die Heimatadresse von Susanne F. in Bad Gandersheim. Dann kam auch die Notärztin dazu und stellte noch einige Fragen. Angelika sagte, die Patientin sei Epileptikerin und dass sie aus der Psychiatrie aus, den Ort habe ich vergessen, käme.

Im Gespräch mit den beiden Angeklagten, dabei war Angelika die Wortführerin, habe ich erfahren, dass Susanne F. nach Bad Gandersheim gebracht werden sollte. Ich habe dann nach einer Telefonnummer von den beiden Angeklagten gefragt. Keiner wollte mir eine Nummer geben, sie gerieten in Streit, Wilfried wollte mir seine Nummer nicht geben, ich erhielt dann Angelikas Nummer.

Wilfried stand immer etwas abseits, wenn ich mich mit Angelika unterhielt. Die Situation war schon etwas ungewöhnlich. Es war kalt draußen, die Patientin hatte nur ein Trägerhemdchen an, und Angelika und Wilfried hatten dicke Wintermäntel an. Das war schon ein seltsames Bild.

Zuerst nannte mir Angelika W. einen falschen Nachnamen, später korrigierte sie ihn. Bei der Patientin war es vermutlich kein epileptischer Anfall. Wäre es so gewesen, hätten wir durch die Krämpfe und Starrheit der Gliedmaßen Spuren an den Schienbeinen feststellen müssen. Die hätten sich dann an der Vordersitzbank gestoßen."

10.50 Uhr: Ein neues psychiatrisches Gutachten zu dem Angeklagten Wilfried W. liegt noch nicht vor. Gutachter Michael Osterheider spricht davon, dass er noch einen Termin mit Wilfried brauche, um dann ein entsprechendes Gutachten fertigen zu können.

Jetzt wird eine weitere Zeugin gehört, sie ist 63 Jahre alt, sie ist Landwirtin und kommt aus Beverungen.

"Ich erkenne beide Angeklagten wieder. Sie waren bei uns und haben Stroh gekauft. Das war 2012. Wir hatten inseriert, dass wir Stroh verkaufen. Die beiden haben ein paar Mal bei uns Stroh gekauft. Als ich aus den Medien entnommen habe, dass die beiden verhaftet wurden, habe ich mich bei der Polizei gemeldet.

Es war ungefähr fünf bis sechs Mal, dass sie bei uns waren und Stroh geholt haben. Sie kamen immer spät abends, dabei habe ich mir nichts gedacht. Die beiden kamen immer zusammen. Wortführerin war immer Angelika, Wilfried hat kaum gesprochen. Sie hat die Verkaufsverhandlungen geführt.

Es kam mal eine Situation, da habe ich festgestellt, dass Angelika W. verletzt war, am Arm und am Kopf. Der Arm war verbunden und die Augen waren blau. Ich habe mir dabei nichts gedacht. Mir ist aufgefallen, dass das nicht normal war. Es gab auch mal zwei Fälle, da waren sie nicht alleine.

Da war noch eine weitere Frau dabei. Die habe ich gar nicht so richtig wahrgenommen. Ich hatte mehr mit Angelika und Wilfried W. zu tun. Die weitere Frau hat auch nicht beim Aufladen des Strohs geholfen. Auch Wilfried hat nicht geholfen. Die Frau befand sich auf dem Laderaum.

Da musste sie sich reinkauern. Das war einige Male, dass eine dürre und eher abgemagerte Frau im Laderaum lag, sie sah aus wie ein verkommenes Tier. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum das so ist. Ich habe mir ansonsten nichts dabei gedacht.

Ob sie Verletzungen hatte, kann ich nicht sagen. Mir ist da nichts aufgefallen. Ich habe mich mehr um das Stroh und Angelika gekümmert. (Anm. d. Red.: Bei der abgemagerten Frau auf dem Laderaum handelte es sich um Annika, die später in Bosseborn wegen massiver Quälereien zu Tode kam)

Irgendwann war Angelika W. auch mal alleine zum Strohholen bei mir. Sie machte da einen fröhlichen und beschwingten Eindruck. Sie hatte das Gesicht geschminkt und sah 'ein wenig aufgetakelt' aus."

Angelika W. wirft dazu ein: "Ich habe mich im ganzen Leben noch nicht geschminkt. Vermutlich habe ich irgendwelche Verletzungen abgedeckt. Ich hatte nur einen Lippenstift und so ein braunes Zeug, das ich mir ins Gesicht geschmiert habe."

Die Zeugin erzählt weiter: "Die beiden kamen mit einem Kombi vorgefahren, mit einem Kastenwagen. Vorne waren zwei Sitze, hinten war der Laderaum, hier kauerte die Frau zusammengerollt, dürr und mager. Ich habe mir damals gedacht, die muss ein bisschen krank sein."

Die 63-Jährige wird entlassen.

10.20 Uhr: "Mich hat das Ganze total belastet, die Erlebnisse und das, was Wilfried mir alles erzählte. Ich habe mit meiner Frau darüber diskutiert, mich hat das ganze im letzten Sommer so belastet, dass ich mich an die Polizei gewandt habe. Ich wollte es einfach loswerden.

Ich wollte es alles aufschreiben, aber ich habe nicht alles mehr auf den Schirm bekommen. Deswegen habe ich nichts niedergeschrieben. Die Polizei wollte von mir jegliche Kleinigkeit bis auf den Punkt hören. Doch vieles war mir entfallen. Den Psychoblick von Wilfried werde ich nie vergessen.

Ich habe für alles Verständnis, aber jemanden an Heizungen zu ketten, zu quälen wie ein Tier, das war mir zu viel. Wilfried erzählte mir, er könne sich auf seine Ex-Frau, Angelika, verlassen. Mit meinen Worten: 'Ich habe meine Alte so unter Kontrolle, die wird nichts belastend gegen mich aussagen. Sie ist mir hörig, sie wird alles auf sich nehmen. Sie macht alles, was ich möchte. Ich komme hier raus.'

Man spürte seine Machtposition. Er war 100 Prozent sicher, dass er raus kommt. Ich habe ihn immer wieder konfrontiert damit, dass er nichts unternommen habe, um die Quälereien zu stoppen. Er hatte darauf keine Antwort. Irgendwie wollte er mir eine gewisse Hilflosigkeit in dem ganzen Geschehen vorgaukeln. Er war einfach nur ein großes A....loch!"

Mit diesen Worten wird der Zeuge entlassen.

10.09 Uhr: "Ich muss noch einmal berichtigen, wir haben nicht zusammen in einer Zelle gesessen, sondern wir haben uns auf dem Gefangenentransport unterhalten, und wir hatten sehr viel Zeit, uns auf den Hofgängen zu unterhalten.

Doch es bleibt dabei, die Nähe von Wilfried war mir einfach unangenehm. Dass ich ihn wirklich nicht mag, hat sich dann auf dem allerletzten Hofgang ergeben. Ich habe ihm nur noch gesagt, er solle sich einen guten Anwalt besorgen."

(Einwurf von Detlev Binder, Strafverteidiger von Wilfried: "Das hat er auch!")

9.57 Uhr: "Ich hatte das Gefühl, er hatte sich alle Worte, die er mit mir wechselte, immer schön zurechtgelegt. Er wusste genau, was er mir sagen will und was nicht. Er sprach mir gegenüber auch von Gehwegplatten vor dem Haus in Bosseborn, unter denen vielleicht auch noch etwas zu finden sei.

Ich wollte nichts mit ihm zu tun haben, er war mir einfach unangenehm. Bis zu einem gewissen Grad redete er sich all die Geschehnisse schön. Er wollte nicht der Sündenbock sein für die Perversitäten, die auf dem Gehöft in Höxter-Bosseborn stattfanden.

Ich habe ihn gefragt, warum er nicht zur Polizei gegangen sei. Darauf kam allerdings keine Antwort. Ich bin nicht ohne Grund zu einem Wärter gegangen und habe darum gebeten, mich sofort in eine andere Zelle zu verlegen. Sonst hätte Wilfried vermutlich mit dem Schlimmsten durch mich rechnen müssen. Er war einfach nur eine arrogante, perverse......."

9.50 Uhr: "Er hat sich mir gegenüber immer wieder als Opfer dargestellt", erzählt der Zeuge weiter. "In den Gesprächen stand er zu den Taten, manchmal knickte er ein. Ich sagte ihm, die kommende Zeit für ihn werde kein Zuckerschlecken. In meiner früheren Aussage gegenüber der Kripo habe ich bereits gesagt, dass Wilfried Angelika zur Hand gegangen ist."

Wilfried W. hört den Zeugenaussagen interessiert zu. Sein Gesicht zeigt kaum Regung. Seine Hände sprechen allerdings eine andere Sprache. Unruhig umfassen die Finger immer wieder einen Stift, mit dem sich Wilfried W. sonst Notizen macht. Aufgeschrieben hat er bislang nichts. Es wird ihm wenig gefallen, welches Bild der Zeuge hier vor Gericht von ihm zeichnet.

9.41 Uhr: Zuerst wird der Zeuge belehrt. Er ist dreißig Jahre alt und macht gerade seine Ausbildung zum Fahrlehrer. Im Juni 2016 wurde er bereits von der Kriminalpolizei vernommen. Er saß ein paar Tage gemeinsam mit Wilfried W. in einer Zelle in der JVA Bielefeld-Senne.

Der Zeuge beginnt seine Aussage: "Ich kam per Gefangenentransport nach Bielefeld. Und dort habe ich Wilfried W. kennengelernt. Wir haben zwei oder drei Hofgänge zusammen gemacht. Dann habe ich mich von Wilfried W. trennen lassen.

Ich hatte keinerlei Verständnis für das, was Wilfried W. heute vorgeworfen wird, den Doppelmord. Ich bin zum Wärter gegangen und habe gebeten, dass ich in eine andere Zelle komme. Wir hatten aus den Medien erfahren, was Wilfried W. vorgeworfen wird.

Ich habe ihn sofort darauf angesprochen. 'Du bist doch sicherlich der Höxter-Mörder'. Er guckte richtig geschockt. Aber er guckte auch sehr arrogant. Ich weiß nicht, wie ich ihn beschreiben soll. Er fühlte sich den anderen Gefangenen gegenüber wohl überlegen.

Er war davon überzeugt, dass er damit nichts zu tun hat. Er sagte mir, dass seine Frau die treibende Kraft war. Seine Frau wollte das so. Ich habe ihm überhaupt nicht geglaubt. Damals dachte ich auch, dass er seine erste Frau umgebracht hat. Das hatte ich aus den Medien, habe es aber wohl falsch verstanden.

Die Aussagen von Wilfried schienen eingeübt. Er sagte mir, dass er davon überzeugt ist, in wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß zu sein.

Er sagte mir auch, dass man ihm die Taten nicht beweisen könnte. Zur zweiten Frau, Annika, die in Bosseborn ums Leben kam und eingefroren und verbrannt wurde, sagte er, dass man ihm das nie beweisen könne. Für ihn schien sein Verhalten völlig normal.

Ich mag solche Leute nicht. Ich sagte ihm, dass er nicht denken soll, dass er in wenigen Tagen aus dem Gefängnis raus ist. Er schob immer wieder die Schuld auf Angelika, seine Ex-Frau. Ich fragte ihn, warum er sich dagegen nicht gewehrt hat. Aber darauf hatte er keine Antworten.

Er sagte nur, alle Geschehnisse hätte er nicht zu verantworten. Ich habe noch nie einen so kranken Mann erlebt, in seinen Augen sah ich das schon. Er zeigte keinerlei Emotionen. Alles, was ich heute vor Gericht aussage, habe ich ihm auch schon persönlich in unserer gemeinsamen Knastzeit gesagt."

9.30 Uhr: Der Start verzögerte sich erneut, weil der erste Zeuge nicht rechtzeitig um 9 Uhr erschienen ist. Mittlerweile ist er da. Der Vorsitzende Richter Emminghaus eröffnet damit die Verhandlung. Bei dem Zeugen handelt es sich um einen Zellengenossen von Wilfried W.. Er soll befragt werden, welchen Eindruck er von Wilfried W. hatte und ob er ihm eventuell entscheidendene Sachverhalte verraten hat.

9.18 Uhr: Die Angeklagten befinden sich bereits im Gerichtssaal.

Auch Wilfried W. (Mitte) führt ein letztes Gespräch mit Verteidiger Detlef Binder (rechts).
Auch Wilfried W. (Mitte) führt ein letztes Gespräch mit Verteidiger Detlef Binder (rechts).
Peter Wüller (rechts) und seine Mandantin Angelika W. reden kurz vorm Prozessbeginn.
Peter Wüller (rechts) und seine Mandantin Angelika W. reden kurz vorm Prozessbeginn.

9.11 Uhr: Der Prozessbeginn war auf 9 Uhr terminiert. Aber wie immer verzögert sich der Start etwas.

Fotos: DPA

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