Was versteckt sich unter den Platten am "Horror-Haus"?

Verstecken sich unter den Platten noch weitere Hinweise, die Wilfried W. belasten könnten?
Verstecken sich unter den Platten noch weitere Hinweise, die Wilfried W. belasten könnten?

Höxter - Neue Spurensuche in Bosseborn: Am Mittwoch mussten Beamte der Mordkommission etwa 60 schwere Betonplatten anheben und den Sand darunter akribisch untersuchen. Sie erhofften sich dadurch neue Erkenntnisse im Fall des "Horror-Haus"-Prozesses.

Am 19. Verhandlungstag (TAG24 berichtete) sagte ein Zeuge vor Gericht aus, der ein paar Tage gemeinsam mit dem angeklagten Wilfried W. in einer Zelle in der JVA Bielefeld-Senne gesessen hatte. Der 30-Jährige berichtete folgendes:

"Ich hatte das Gefühl, er hatte sich alle Worte, die er mit mir wechselte, immer schön zurechtgelegt. Er wusste genau, was er mir sagen will und was nicht. Er sprach mir gegenüber auch von Gehwegplatten vor dem Haus in Bosseborn, unter denen vielleicht auch noch etwas zu finden sei."

Direkt nach der Aussage befragte Strafverteidiger Peter Wüller seine mitangeklagte Mandantin Angelika W., ob sie darüber etwas wisse. "Sie konnte sich gut vorstellen, dass Wilfried hier Dinge versteckt hat, die keiner finden sollte", wird der Anwalt in der Neuen Westfälischen zitiert.

Weil von einem Handy und einer Pistole bis heute jede Spur fehlt, erwirkte der zuständige Oberstaatsanwalt Ralf Meyer umgehend eine richterliche Anordnung, um den Gehweg untersuchen zu lassen.

Am Mittwochmorgen arbeiteten die Beamten der Spurensicherung dann erneut zwei Stunden lang am Haus. Danach die ernüchternde Erkenntnis: "Wir haben nichts gefunden."


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