Fette Cannabis-Plantage im "Horror-Haus" entdeckt: Besitzer muss in den Knast

Höxter – Die Verbrechen im "Horror-Haus" reißen einfach nicht ab! Kurz nachdem die Ermittlungen um das Folter-Paar Angelika und Wilfried W. beendet waren, mutierte das verwahrloste Gebäude in Höxter zu einer riesigen Cannabis-Plantage.

38 Kilogramm Marihuana entdeckten die Beamten im Horror-Haus.
38 Kilogramm Marihuana entdeckten die Beamten im Horror-Haus.  © Polizei Bielefeld

Der Käufer des "Horror-Hauses" nutzte das leerstehende Gebäude kurzerhand, um es einer Drogenbande auszuhändigen, die in diversen Zimmern und Kellern mehr als 1000 Marihuana-Pflanzen im Wert von 20.000 Euro aufzog (TAG24 berichtete).

Der gebürtige Schotte und leidenschaftliche Kiffer machte vor dem Paderborner Landgericht keinen Hehl aus seiner Geschäftsidee. Das Urteil zu sieben Jahren und zehn Monaten Knast wegen bandenmäßigen Drogenhandels wollte der Dachdecker jedoch nicht akzeptieren.

Er legte Revision ein und hatte Erfolg. Der BGH beanstandete die Höhe der Strafe unter der Berücksichtigung, dass das Anwesen des Käufern eingezogen wurde.

Horror-Haus ist wertlos

In dem Gebäude fanden mittlerweile zahlreiche Verbrechen statt.
In dem Gebäude fanden mittlerweile zahlreiche Verbrechen statt.

Während der Grundstückswert des "Horror-Hauses" laut Informationen der Neuen Westfälischen auf 14.000 Euro taxiert wurde, liegt der Marktwert aufgrund der zahlreichen Verbrechen nahezu bei 0. Der Schotte hatte den alten Hof im Frühjahr 2017 für rund 2.000 Euro erworben.

Schlussendlich verurteilte das Gericht den 52-Jährigen zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft. Der ehemalige "Horror-Haus"-Besitzer nahm das Urteil an und soll bald für rund zwei Jahre in eine forensische Entziehungsanstalt eingewiesen werden.

Die Strafe der Frau, die die Pflanzen gegossen hat, wurde ebenfalls reduziert. Sie soll für drei Jahre hinter Gitter.

Mehr zum Thema OWL Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0