"Horror-Haus" Höxter steht zum Verkauf: Das sind die potentiellen Käufer

Höxter – Am Freitag soll das Urteil im Prozess Bosseborn am Landgericht Paderborn fallen. Nahezu zeitgleich wurde das sogenannte "Horror-Haus" zum Verkauf freigegeben und soll bereits erste Interessenten haben.

Anwohner wollen das "Horror-Haus" abreißen.
Anwohner wollen das "Horror-Haus" abreißen.  © DPA

Laut Informationen der Neuen Westfälischen wollen Anwohner das Haus ersteigern, um es anschließend abreißen zu lassen. So wolle man verhindern, dass weiter Schaulustige nach Bosseborn reisen, um sich das Haus anzuschauen, in dem Angelika und Wilfried W. jahrelang unschuldige Frauen folterten.

Bis es jedoch zu einer Versteigerung des Hauses kommen kann, muss erst der wegen des Betreibens einer Drogenplantage verurteilte Vorbesitzer enteignet werden. Findet sich anschließend kein Bieter für das Objekt, droht ein Abriss auf Kosten der Steuerzahler.

Nach fast zwei Jahren Prozessdauer wird am kommenden Freitag, den 5. Oktober, das Urteil im Fall Bosseborn am Paderborner Landgericht erwartet.

Die beiden Angeklagten sollen über Jahre hinweg Frauen in das Haus nach Bosseborn gelockt und dort schwer misshandelt haben, wobei zwei Frauen starben.

In dem Haus in Bosseborn wurden unschuldige Frauen jahrelang gefoltert.
In dem Haus in Bosseborn wurden unschuldige Frauen jahrelang gefoltert.  © DPA