Zweijähriger gestorben: Kinderärzte kommen mit Geldstrafe davon

Das Verfahren gegen die Ärzte wurde gegen Geldauflagen eingestellt.
Das Verfahren gegen die Ärzte wurde gegen Geldauflagen eingestellt.

Höxter - Der 15. Oktober 2013 bleibt den Eltern des kleinen Malik aus Lauenförde noch immer im Gedächtnis. An diesem Tag verstarb ihr kleiner Sohn, weil Ärzte nicht sachgerecht handelten. Der Prozess wurde nun gegen Geldauflagen eingestellt.

Malik war 2013 mit Übelkeit, Schwindelanfällen und Kopfschmerzen in das St.-Ansgar-Krankenhaus eingeliefert worden. Die Ärzte verkanten seinen lebensgefährlichen Zustand und verlegten ihn wohl zu spät in eine Spezialklinik in Kassel.

Dort wurde er später operiert. Allerdings kam dieser Eingriff für den Jungen zu spät. Auf der Kinderintensivstation verstarb er schließlich. Anfang Oktober 2017 begann der Prozess.

Gutachter hatten die beiden zuständigen Ärzte schweres Fehlverhalten vorgeworfen. Der Chefarzt und die damalige Oberärztin wurden wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, so die Neue Westfälische.

Dieses Verfahren wurden nun gegen Geldauflagen eingestellt. Der Chefarzt muss 17.000 Euro blechen und die Oberärztin 5000 Euro. Das meiste Geld geht an die Eltern des Zweijährigen, 2000 Euro an die Staatskasse.

Der Anwalt der Eltern, Reinhard Bodenburg, war zufrieden mit dem Ausgang des Verfahrens. Mit dem Geld sei die wirtschaftliche Not der Familie durch die Berufsunfähigkeit gelindert.

Für den Vater des kleinen Maliks ist der Ausgang jedoch nicht sehr befriedigend, schließlich hat er seinen Sohn verloren. Er will nun Zivilklage einlegen.

Mit einem Rettungswagen wurde der Junge in eine Spezialklinik nach Kassel gefahren. Leider zu spät.
Mit einem Rettungswagen wurde der Junge in eine Spezialklinik nach Kassel gefahren. Leider zu spät.  © Simone Flörke

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