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"Horror-Haus"-Prozess: Ist Angelika W. lesbisch?

Seit zehn Monaten wird vorm Paderborner Landgericht der Fall von Angelika und Wilfried W. verhandelt. In Höxter-Bosseborn sollen sie mehrere Frauen gequält haben.
Wilfried W. soll Frauen unter anderem per Kontaktanzeige in sein Haus gelockt haben.
Wilfried W. soll Frauen unter anderem per Kontaktanzeige in sein Haus gelockt haben.

Paderborn - Nach einer rund zweiwöchigen Sommerpause im Folterprozess rund um das sogenannte "Horror-Haus" von Höxter-Bosseborn geht es wieder los am Landgericht Paderborn.

Angelika (48) und Wilfried W. (47) sitzen weiter auf der Anklagebank. Sie sollen mehrere Frauen - vor allem über Kontaktanzeigen - in ihr Haus gelockt haben, um sie anschließend zu foltern. Zwei Frauen kamen durch die Quälereien ums Leben.

Rund zehn Monate lang wird ihr Fall bereits vor Gericht verhandelt. Obwohl die Anklage zunächst auf Mord durch Unterlassen lautete, musste die Staatsanwaltschaft wegen eines Gutachtens diesen Vorwurf fallen lassen.

"Ich gehe im Fall von Anika W. nach dem Gutachten nur noch von einem versuchten Mord durch Unterlassen aus", erklärte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am 26. Prozesstag.

Nachdem am letzten Verhandlungstag lediglich Schreiben verlesen wurden, geht es am Dienstag mit zwei Ermittlungsbeamten weiter, die Angelika W. vernommen haben, als sie die ganze Schuld noch auf sich genommen hatte. Er später hatte sie ihre Aussage geändert und erklärt, dass auch sie selbst verletzt worden sei.

TAG24 berichtet ab Prozessbeginn wieder im Live-Ticker.

11.15 Uhr: "Zuerst sagte Angelika W., dass Wilfried W. nichts mit der Sache zu tun hat. Man merkte, sie wollte ihren Ex-Mann aus der Sache raushalten. Auch bei der zweiten Verhandlung war das noch so. Das wandelte sich erst, als sie erfuhr, war Wilfried in seiner Vernehmung gesagt hatte, dass er mit der ganzen Sache nichts zu tun habe und Angelika außerdem lesbisch sei.

Ich glaube schon, dass da ein Bruch bei ihr entstanden ist. Von da an kippte das Ganze dann, am Anfang hielt sich Angelika W. noch zurück. Sie wollte dann nur noch reinen Tisch machen. Hatte sie am Anfang noch erzählt, die Verbrennungen wären bei einem Unfall mit einem Wasserkocher passiert, beschuldigte sie später Wilfried, sie mit heißem Wasser verletzt zu haben.

Die letzte Version halte ich für sehr glaubhaft. Bei ihren ersten Aussagen in der Vernehmung waren wir noch skeptisch. Am Anfang schilderte sie noch, dass alle Gewalt gegen Susanne F. nur von ihr ausgegangen sei. Wilfried habe damit nichts zu tun. Später beschuldigte sie Wilfried W. der Mittäterschaft."

Damit wird die Zeugin entlassen. Die Verhandlung wird damit für heute geschlossen. In der nächsten Woche soll es um das psychiatrische Gutachten zu Wilfried W. gehen.

11.05 Uhr: Die 40-Jährige ist Hauptkommissarin bei der Bielefelder Polizei und als Vernehmungsbeamtin in der Mordkommission gewesen.

Kripobeamtin Brenken erzählt: "Am ersten Tag, am 27.4.2017, wirkte Angelika W. nicht überrascht, dass wir kamen. Sie hatte wohl damit gerechnet, dass die Polizei vorbeikommt. Sie war nicht aufgeregt, relativ entspannt. Man merkte an ihrer Mimik und ihrer körperlichen Haltung, dass sie nicht aufgeregt war.

Sie erzählte normal, wie sie Wilfried kennenlernte, wie die Sache mit Susanne F. lief. Sie zeigte wenig Betroffenheit, dass Susanne F. gestorben war. Das war für mich schon markant. Das setzte sich in den weiteren Vernehmungen fort.

An manchen Äußerungen merkte man schon, dass Angelika W. der toten Susanne F. die Schuld gab, gestorben zu sein. 'Hätte sie gehorcht, würde sie noch leben', hieß es da sinngemäß."

10.57 Uhr: "Das Zersägen der Leiche von Anika W. hat sie sehr detailreich und genau beschrieben. Vielen Menschen muss man bei der Vernehmung alles aus der Nase ziehen, bei Angelika W. musste ich nicht lange nachfragen. Es kam sehr viel von ihr aus.

Sie erzählte mir zum Beispiel, dass sie den Aschekasten aus dem Ofen, in dem die Leichenteile verbrannt wurden, entsorgt habe. Das Körperfett hätte sie vermutlich verraten, sagte sie mir. Darauf wäre ich nie gekommen.

Ich habe erst nachlesen müssen, dass es in der Tat solche Spuren bei der Verbrennung von Leichenteilen gibt. Aufgrund dieser genauen Beschreibung war ich mir auch sehr sicher, dass diese Tat auf dem Gehöft wirklich begangen wurde."

Angelika W. schildert jetzt völlig emotionslos, wie sie Hunde in dem Haus erwürgt hat. "Es waren viele Hunde in unserem Haus", sagt sie mit einem Lächeln. "Zuerst habe ich einen Rottweiler erwürgt. Dann war noch ein weiterer Hund, den habe ich im Keller mit einem Strohband erwürgt.

Ich habe den toten Hund in einer Mülltonne entsorgt. Da hat er dann wohl drei Tage gelegen. Ich habe ihn dann wieder rausgeholt, in den Kofferraum meines Autos gelegt und bin dann losgefahren. Hinter einer Leitplanke habe ich ihn dann aus dem Auto geworfen."

Der Zeuge wird jetzt entlassen. Als nächstes wird nun eine weitere Kripobeamtin der Mordkommission Bielefeld vernommen.

10.46 Uhr: Kripobeamter Feier: "In der Vernehmung gab Angelika an, nach der Verletzung (die Verbrennungen, Anmerkung der Redaktion) habe sie sich ins Bett gelegt. Mit einer Silberfolie habe sie die Verletzung abgedeckt.

Sie sei aber schnell wieder aufgestanden, um mit Wilfried gemeinsam Zeitungen auszutragen. Sie hätte ihn fahren müssen, da Wilfried keinen Führerschein hatte. Und somit drohte die Gefahr, dass Wilfried Auto ohne Führerschein fährt."

10.35 Uhr: "Angelika W. schilderte mir derzeit, dass sich Wilfried W. nicht an dem Verstecken der Leiche von Annika W. in eine Tiefkühltruhe beteiligt hat."

Der Vorsitzende Richter Bernd Emminghaus wirft ein: "In der Verhandlung hat sich Angelika W. dann in dieser Aussage korrigiert. Wilfried sei sehr wohl an der Beseitigung der Leiche beteiligt gewesen. Gemeinsam hätten sie die tote Anika W. aus der Badewanne geholt, auf ein weißes Bettlaken gebettet und dann gemeinsam in die Tiefkühltruhe gelegt."

Jetzt äußert sich Angelika W. in der Verhandlung. Sie sagt, dass Wilfried und sie gemeinsam die Leiche beseitigt hätten. In ihrer ersten Aussage habe sie Wilfried nur schützen wollen.

"Ich habe erst alleine die gesamte Tiefkühltruhe ausgeräumt. Dann habe ich Wilfried geholt. Er hat dann mit angepackt, die tote Annika W. in der Tiefkühltruhe unterzubringen. Wilfried war mit dabei."

10.28 Uhr: "Angelika sagte aus, dass sie mindestens zwanzig Mal bewusstlos war, weil sie von Wilfried gequält wurde. Ihr wurden Plastiktüten über den Kopf gestülpt, dann bekam sie noch Decken über den Kopf, dass sie 'nur noch Sterne gesehen hat'.

Auf die Frage, dass es neben Susanne F. mindestens noch eine weitere Frau gegeben habe, die in Bosseborn war, schilderte Angelika W. mir, dass es diverse Frauen gab, die auf dem Gehöft in Höxter-Bosseborn waren.

Sie nannte mir dann diverse Namen. Dabei ging es auch um eine Frau, die von den Nachbarn erst mit langen, dann mit kurz geschnittenen Haaren gesehen wurde. Auf meine Frage, ob diese Frau noch lebe, sagte mir Angelika klar und deutlich: 'Nein!'"

10.05 Uhr: "Nach den vielen Vernehmung von Angelika W. hatte ich das Gefühl, wenn Angelika etwas macht, dann macht sie es ordentlich und genau. Das stellte ich bei den Schilderungen, auch bei der Entsorgung der Leiche von Annika W., immer wieder fest.

Die Frau suchte Anerkennung für ihr Verhalten bei Wilfried W., die sie aber nicht bekam. Auf die Frage, ob sie jemals Mitleid gehabt habe, fragte sie mich nur, 'Mit Wem?'. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass es irgendeine emotionale Bindung zwischen Angelika W. und den zu Tode gekommenen Frauen gab.

Fotos von Situationen, in den Frauen gequält wurden, wurden zur Erniedrigung der Frauen gemacht. Wilfried habe immer Angst gehabt, dass Angelika ihn wegen seiner Tatbeteiligung erpressen könnte."

9.58 Uhr: "Angelika W. hat die Taten alle etwas verharmlost am Anfang. Sie sprach nur von schubsen und anderen an Haaren ziehen. Susanne F.s Tod bezeichnete sie als Unfall. Sie sei vor dem Haus auf den Kopf gefallen, habe sich dann aber wieder 'berappelt'.

Sie schilderte auch, dass Susanne F. zwischen Wilfried und ihr hin- und hergeschubst wurde. Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass sie komplett auspacken wollte. Sie sagte mir zu Beginn der Vernehmung, sie liebe Wilfried W. immer noch, sie wolle nicht, dass er bestraft werde.

Ihre Verbrennungen an Schulter und Arm bezeichnete sie als Unfall. Es wäre mit einem Wasserkocher passiert, der vom Schrank gefallen wäre. Sie hätte sich dann selbst versorgt. Bei späteren Vernehmungen sagte sie dann, dass Wilfried ihr die Verbrennungen zugefügt hätte.

Wilfried habe ihr den Arm auf den Rücken gedreht und sie dann mit kochendem Wasser überschüttet. Sie habe keinen Widerstand geleistet, damit die Sache schnell vorbei geht. Mir wurde dann von Kollegen zugetragen, dass Wilfried jegliche Schuld abstreite.

Angelika habe alleine gequält, sie sei außerdem lesbisch. Als ich Angelika das erzählte, schwenkte sie um. Hatte sie am Anfang noch alle Schuld auf sich genommen, wurde ihr jetzt klar, in welcher Situation sie steckt. Sie beschuldigte jetzt Wilfried W., der an allen Taten beteiligt war.

Ich glaube auch, dass sich das Verhältnis während der Haft zwischen den beiden generell geändert hat. Angelika war dann extremst genau in ihren Schilderungen aller Sachverhalte."

9.45 Uhr: "Nach den ersten Vernehmungen habe ich festgestellt, dass die Aussagen von Angelika und Wilfried W. sehr ähnlich waren. Bei einer gemeinsamen Fahrt zur Justizvollzugsanstalt redete Angelika W. wesentlich mehr als Wilfried. In ihren Aussagen ging es am Anfang um Wilfried.

Angelika wollte ihn unter keinen Umständen belasten. Angelika erzählte alles aus freien Stücken. Sie schien die Möglichkeit, über ihr Leben zu reden, zu genießen. Sie war kaum zu stoppen. Sie erzählte mir von Susanne F., die ums Leben kam.

Dann erzählte sie mir plötzlich von Anika W., einer Ehefrau von Wilfried W. (Die Frau starb auf dem Gehöft in Höxter-Boseborn, Anmerkung der Redaktion). Sie ist auch tot, sagte sie mir. Und dann fragte sie mich, wie die Leiche wohl entsorgt worden wäre.

Diese Tote hatte ich gar nicht auf meinem Schirm. Ich bin dann erst mal rausgegangen, ich musste mal richtig durchatmen. Ich fragte dann meine Kollegin, ob sie die Vernehmung fortführen könne. Dann wurde das Thema der toten Anika W. erst einmal nach hinten gestellt."

9.38 Uhr: Mit etwas Verspätung startet das Landgericht Paderborn in den 28. Prozesstag. Zuerst wird der erfahrene Kripobeamte Freier gehört.

"Die ersten Vernehmungen von Angelika W. fanden am 29. April, 30. April und später statt. Angelika W. erzählte mir, meine Kollegin Brenken führte das Protokoll. Ich erklärte Angelika W. den gesamten Ablauf der Vernehmung. Angelika W. erzählte mir aus ihrem Leben.

Ich habe mir auch alles in einem Block notiert. Normalerweise führe ich die Vernehmungen alleine. Wenn ich mal eine falsche Wortwahl wählte, hat mich Angelika W. unterbrochen. Sie hörte mir sehr sorgfältig zu und korrigierte mich hier und da.

Grundsätzlich wird alles diktiert, das Vernehmungsprotokoll danach unterschrieben. Bei der ersten Vernehmung hat Angelika W. mein Vernehmungsprotokoll gelesen. Bei den weiteren Vernehmungsprotokollen war es dann nicht mehr so."

Fotos: DPA

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