47-Jähriger nach Busentführung und Geiselnahme vor Gericht

Der Angeklagte Alfred P. wird beim Prozessauftakt im Landgericht in Paderborn von zwei Justizbeamten in den Sitzungssaal geführt.
Der Angeklagte Alfred P. wird beim Prozessauftakt im Landgericht in Paderborn von zwei Justizbeamten in den Sitzungssaal geführt.  © DPA

Paderborn - Nach der Entführung eines Linienbusses muss sich ein 47 Jahre alter Mann von Mittwoch an vor dem Landgericht Paderborn verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Geiselnahme vor.

Der Mann aus Höxter soll an einem Abend im März 2017 den Busfahrer mit einem Messer bedroht und ihn zusammen mit einem verbliebenen Fahrgast als Geisel genommen haben (TAG24 berichtete). Mit dem gekaperten Kleinbus ließ sich der 47-Jährige laut Anklage mehrere Stunden lang durch die die Randgebiete von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen fahren.

Dem Fahrgast gelang bereits nach kurzer Zeit bei einem Tankstopp die Flucht. Nach einer rund 180 Kilometer langen Irrfahrt griffen Spezialkräfte der Polizei schließlich zu.

Der Beschuldigte stand den Ermittlungen zufolge zur Tatzeit unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten. Die Staatsanwaltschaft Paderborn geht von einer verminderten Schuldfähigkeit des 47-Jährigen aus.

Update, 16.05 Uhr: Zum Prozessauftakt äußerte sich der Angeklagte zu seinem Lebenslauf. Er will den Angaben zufolge im Laufe des Verfahrens auch zu den Vorwürfen aussagen.

Er verdeckt sein Gesicht mit einem Schnellhefter.
Er verdeckt sein Gesicht mit einem Schnellhefter.  © DPA
Die Anwältin Christina Nesemeier vertritt den Angeklagten.
Die Anwältin Christina Nesemeier vertritt den Angeklagten.  © DPA

Titelfoto: DPA


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