Nach "Fussball-Mörder"-Plakat: Hoffenheims Hopp stellt Strafanzeige

Beim Spiel 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach am Samstag hielten Gladbacher Fans zu Spielbeginn einen Spruchband mit der Aufschrift "Und ihr? Huren eines Fussballmörders"! hoch.
Beim Spiel 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach am Samstag hielten Gladbacher Fans zu Spielbeginn einen Spruchband mit der Aufschrift "Und ihr? Huren eines Fussballmörders"! hoch.  © DPA

Sinsheim - Dietmar Hopp will sich auch im zehnten Bundesliga-Jahr von Hoffenheim einfach nicht an Beleidigungen von Fans gewöhnen, die in ihm einen Verräter der Traditionsclubs sehen.

Deswegen geht er mittlerweile massiv gegen Hass-Plakate und Schmäh-Gesänge vor, die es in der Bundesliga regelmäßig gegen ihn gibt. Der 77 Jahre alte Milliardär stellt jedes Mal eine Strafanzeige, wie ein Sprecher des Bundesligisten bestätigte. Nach der Aktion von Mönchengladbacher Fans ermittelt auch der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Vor der 1:3-Niederlage von 1899 Hoffenheim gegen die Borussia am Samstag war Hopp auf einem Spruchband im Gäste-Block als "Fußball-Mörder" verunglimpft worden. (TAG24 berichtete)

Hopp wird seit dem Bundesliga-Aufstieg des einstigen Dorfvereins 2008 immer wieder von gegnerischen Fans in Sprechgesängen und oft auch auf Spruchbändern beleidigt. Hoffenheims Geschäftsführer Hansi Flick äußerte die Hoffnung, "dass der DFB und die DFL alles unternehmen, diese menschenverachtenden Äußerungen zu unterbinden und drastisch zu sanktionieren".

Auf die Frage, wie so ein großes Plakat an den Kontrollen vorbei ins Stadion gelangen könne, verwies Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen auf seine Informationen aus dem Stab der Sicherheitsbeauftragten.

Demnach wurden die Buchstaben einzeln in die Arena geschmuggelt und dort auf einem genehmigten Banner als Schriftzug zusammengebastelt.


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