Familienstreit eskaliert! Zwei Tote und ein Schwerverletzter

Hofgeismar - Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im nordhessischen Hofgeismar sind eine Frau und ein Mann ums Leben gekommen.

Die Hintergründer der Tat sind noch völlig unklar (Symbolfoto).
Die Hintergründer der Tat sind noch völlig unklar (Symbolfoto).  © DPA

Ein weiterer Mann wurde am Freitag schwer verletzt, wie das Polizeipräsidium Nordhessen und die Staatsanwaltschaft Kassel mitteilten.

Die Polizei war am Vormittag zu einem Haus im Ortsteil Carlsdorf gerufen worden, dort soll es zu einer Auseinandersetzung innerhalb einer Familie gekommen sein.

Die kurz darauf eingetroffenen Beamten entdeckten eine schwer verletzte 60-jährige Frau. Die Rettungskräfte konnten ihr nicht mehr helfen.

Ein 62-Jähriger und ein 32-Jähriger wurden mit einem Rettungshubschrauber und einem Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Der 32-Jährige sei in der Klinik ebenfalls an seinen Verletzungen gestorben.

Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Hintergründe und wie die Verletzungen zustande kamen, waren anfangs völlig unklar.

Verletzungen durch "scharfe Gewalt"

Update 16 Uhr: Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Nordhessen sind am Freitag zwei Menschen ums Leben gekommen. Es handele sich um eine 60-jährige Mutter und ihren 32-jährigen Sohn, sagte ein Sprecher der Polizei in Kassel: "Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um eine Familientragödie handelt."

Der Ehemann und Vater (62) der beiden Getöteten ist schwer verletzt und schwebte noch in Lebensgefahr. Zu Motiv und Ablauf der Tat machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Laut Polizei war am Freitag ein Notruf aus dem Einfamilienhaus im Hofgeismarer Ortsteil Carlsdorf abgesetzt worden. Es seien "aus der Familie heraus" Streitigkeiten gemeldet worden. Beim Eintreffen fanden die Beamten die Schwerverletzten. Die 60-Jährige starb vor Ort. Die Rettungskräfte konnten ihr nicht mehr helfen. Vater und Sohn wurden in Krankenhäuser gebracht. Der 33-Jährige sei in der Klinik ebenfalls an seinen Verletzungen gestorben.

Wer wen verletzte, ist noch unklar. "Es gibt aber keine Hinweise, dass andere Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sind", erklärte die Polizei. Vater, Mutter und Sohn hätten in dem Haus allein gelebt. Kriminalpolizei und Spurensicherung untersuchten den Tatort.

Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig, weil kein Beteiligter vernommen werden konnte. Es gebe jedoch Verletzungen durch "scharfe Gewalt", Tatwaffe könne beispielsweise ein Messer sein. Die Obduktion müsse solche Fragen klären. Diese sollte aber nicht mehr am Freitag stattfinden.

Beamten entdeckten die schwer verletzten Personen vor Ort (Symbolfoto).
Beamten entdeckten die schwer verletzten Personen vor Ort (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA

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