Forscher schlagen Alarm: Weltweite Fischbestände bald zerstört

Weltweit - Die Natur ächzt unter dem Hunger von immer mehr Menschen! Forscher verzeichnen auf dem gesamten Globus einen drastischen Rückgang der Fischbestände, weil der Mensch nicht nur die Meere zumüllt, sondern auch zu viel Fisch fängt. Das Problem wird von vielen Regierungen nicht ernst genug genommen. Auch das MSC-Siegel hilft wenig.

Viele Delfine und Haie werden nicht nur gezielt gefangen, sondern verenden als Beifang.
Viele Delfine und Haie werden nicht nur gezielt gefangen, sondern verenden als Beifang.  © DPA

Das Ökosystem Meer ist extrem empfindlich. Doch der Mensch nimmt darauf häufig keine Rücksicht, insbesondere in der Fischerei. Dabei ist nicht nur der gezielt gefangene Speisefisch das Problem, sondern auch der oftmals sehr hohe, ungewollte Beifang. Der landet in den Netzen der Fischer, verendet dort qualvoll und wird teilweise später tot ins Meer zurückgeworfen.

Auch kaputte Netze im Meer sind der Grund für viele tote Fische, wie zum Beispiel Delfine und Haie, die sich in den Netzen verfangen und nicht mehr entkommen können. Zudem zerstören die großen Netze, die über den Meeresboden gezogen werden, das dortige Ökosystem, indem es den Boden aufwühlt und mitreißt. Die Folge sind sinkende Fischbestände und bedrohte Fischarten.

Warum das MSC-Siegel nichts bringt

Kleinere Fangmengen schonen den Fischbestand, doch davon können kleine Fischer kaum leben.
Kleinere Fangmengen schonen den Fischbestand, doch davon können kleine Fischer kaum leben.  © DPA

Viele Menschen in Deutschland schauen beim Kauf von Fisch auf das aufgedruckte MSC-Siegel und denken, damit ein Produkt aus nachhaltiger Fischerei zu kaufen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn "die dunkle Seite des MSC-Siegels", wie es Spiegel ONLINE treffend betitelt, offenbart viel zu laxe Bestimmungen und Grenzen, sodass die Fischerei in vielen Teilen der Welt kaum eingegrenzt wird und so auch zweifelhafte Fischereibetriebe von MSC zertifiziert werden.

Besonders umweltschonend für Umwelt und Fischbestand ist die Fangmethode mit sogenannten Reusen - das sind kleine Netzschläuche, die per Hand ausgeworfen werden. Doch bringen diese Netze nicht so viel Ertrag. Ein kleiner Fischer kann davon auf keinen Fall seine Familie ernähren. Deswegen greifen viele zu lukrativeren Methoden, die aber die Fischbestände nach und nach zerstören.

Zerstörerischer Fischfang auch in der Nordsee

Auch hier bei uns, genauer gesagt in der Nordsee, wird mit zweifelhaften Fangmethoden gearbeitet. Wie zum Beispiel der Schleppnetzfischerei. Aber immerhin:

Der Fischfang in Europa ist in den letzten Jahren spürbar zurückgegangen. Dieser Rückgang wird vermutlich noch gesteigert, da erst Ende 2018 EU-weit geltende neue Fangquoten und Gesamtfangmengen festgelegt wurden, wie man beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nachlesen kann.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0