Berliner trauen sich nicht, sich gegen Mietwucher zu wehren

Immer mehr Mieter wehren sich gegen zu hohe Mieten.
Immer mehr Mieter wehren sich gegen zu hohe Mieten.  © DPA

Berlin - Fast zwei Jahre nach Einführung der Mietpreisbremse wehren sich inzwischen mehr Berliner gegen hohe Mieten.

Zwar habe die Zahl der Verfahren zugenommen, sei aber immer noch überschaubar, sagte Mietervereins-Geschäftsführer Reiner Wild der Deutschen Presse-Agentur.

Die große Mehrheit traut sich aber nicht, ihr Recht durchzusetzen - aus Angst vor Kündigung und Stress mit dem Vermieter.

Vor einem Monat hatte ein Berliner Mieter vor dem Landgericht Recht bekommen, eine niedrigere Miete und eine Rückzahlung von mehr als 1100 Euro erstritten.

In Berlin gilt die Mietpreisbremse seit Juni 2015. Seitdem dürfen Mieten in neuen Verträgen stadtweit nur noch zehn Prozent über dem Mietspiegel liegen. Ausnahmen gelten für Neubauten, nach umfassender Modernisierung und wenn der Vormieter bereits eine hohe Miete zahlte.

Diese Angaben aber kennen die neuen Mieter häufig nicht. Das macht Beschwerden risikoreich. Die rot-rot-grüne Berliner Landesregierung hat im Bundesrat deshalb eine Reform der Mietpreisbremse angestoßen.


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