Stalkte Madonna Supermodel? Nach Lesbenkuss wurde sie ganz wild

Hollywood - Im Jahr 1990 spielte Amanda Cazalet im Musikvideo "Justify My Love" von Madonna mit und kam der Popdiva dabei ziemlich nah. Jetzt behauptet Cazalet, sie sei danach von der Sängerin gestalkt worden.

Madonna verzehrte sich in den 90ern nach einem jungen, weiblichen Model.
Madonna verzehrte sich in den 90ern nach einem jungen, weiblichen Model.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

In einem Exklusivinterview mit der "Sun" erzählt das 53-jährige Model, dass Madonna ihr zwei Jahre lang nachgestellt und ihr eine Reihe von sehnsüchtigen Liebesbriefen geschickt habe.

"Madonna wurde von mir besessen. Was sie damals tat, würde man jetzt als Stalking einstufen. Wie sie mich behandelte, würde jetzt als unangebracht angesehen", wertet Cazalet die Annäherungsversuche von Madonna aus heutiger Sicht.

"Damals war ich nicht beleidigt, aber wenn ich zurückblicke, merke ich, dass ich von jemandem ausgenutzt wurde, der damals mein Chef war." Kennengelernt hatten sich die beiden bei einer Modenschau des Stardesigners Jean-Paul Gaultier 1990.

Cazalet war damals 25 und galt als Gaultiers Muse. Offenbar hatte auch Madonna, zu dem Zeitpunkt 32 Jahre alt, an dem Model Gefallen gefunden und engagierte es für ihr Musikvideo.

"Ich war kein Fan, aber ich fühlte mich geschmeichelt, dass ich ausgewählt wurde", erinnert sich Cazalet. Für die Dreharbeiten in einem Pariser Hotel habe sie 5.000 Pfund bekommen. Dafür ging es mit Madonna auf Tuchfühlung: Die beiden knutschten im Bett.

"Ich war nicht beleidigt, damals war ich bisexuell und tat das, wofür ich bezahlt wurde. Ich hatte keine Probleme mit meiner Sexualität", erzählt das Model weiter. "Wir fingen an zu küssen und Madonna steckte mir plötzlich ihre Zunge in den Mund."

Cazalet sei professionell geblieben und habe mitgespielt. Doch im Rückblick sagt sie: "Es war nicht Teil der Stellenbeschreibung und ich wurde in eine Position gebracht, in der ich nichts dagegen tun konnte."

Amanda Cazalet und Madonna im Video zu "Justify My Love".
Amanda Cazalet und Madonna im Video zu "Justify My Love".  © Screenshot YouTube/Madonna

Doch bei den heißen Szenen im Video blieb es nicht. Madonna wollte offenbar mehr. Sechs Monate nach dem Dreh, als Cazalet wieder in Paris war, habe sie die ersten Liebesbriefe erhalten. Sie seien als Fax in Jean-Paul Gaultiers Büro eingegangen.

"Ich finde dich attraktiv, ich träume davon, dich wieder zu küssen", soll Madonna darin geschrieben und Cazalet um ein Date gebeten haben - samt Adresse und Telefonnummer. Doch das Model reagierte nicht, auch weil es die Briefe nicht mitnehmen durfte.

Die Popdiva gab allerdings nicht auf, kontaktierte später sogar Cazalets damalige Agentur in London. "Amanda, wie geht es dir? Wo sind Sie? Warum rufst du mich nicht an? ? Sich mit dir in Verbindung zu setzen, ist wie den Papst zu verführen!", schrieb sie in einer neuerlichen Notiz.

Und Madonna schwärmte: "Du musst mir Bilder schicken, viele davon. Ich denke, du bist die schönste Frau der Welt. Ich will dich unbedingt noch mal küssen. Ich fantasiere die ganze Zeit über dich."

Weitere Wochen vergingen, bis es die Sängerin schließlich schaffte, ein Date mit Cazalet zu organisieren. Sie gingen - ganz bodenständig - ins Kino. Und Madonna habe ihr das Herz ausgeschüttet. "Sie schien einsam und brauchte jemanden, mit dem sie reden, mit dem sie offen sein konnte", erinnert sich Cazalet.

Nach dem Treffen sahen sich die beiden nie wieder. 2004 verkaufte das Model einen der handgeschriebenen Briefe von Madonna an einen Sammler für 4.000 Pfund. Aktuell steht er wieder zur Versteigerung - zum Ärgernis von Cazalet.

"Ich hatte nie beabsichtigt, dass das an die Öffentlichkeit gelangt. Ich habe das mit Würde gehandhabt und wollte Madonna nicht bloßstellen - auch nicht, nachdem sie mich so behandelt hat", beschwichtigt sie.