Nach lebenslanger Fortnite-Sperre: YouTuber Jarvis zieht wieder bei Mama ein

Los Angeles - Er dürfte sich ein Vermögen mit seinen Fortnite-Videos verdient haben, doch nun ist seine üppige Geldquelle für immer versiegt. Die erste Konsequenz für YouTuber Jarvis: Er muss raus aus seinem noblen Hollywood-Anwesen.

Jarvis beging einen Fehler, der sein Leben nun drastisch verändern dürfte.
Jarvis beging einen Fehler, der sein Leben nun drastisch verändern dürfte.  © Screenshot/YouTube/Jarvis

Der YouTube-Influencer postete Anfang November ein emotionales Video, in dem er seinen zwei Millionen Followern von der lebenslänglichen Fortnite-Sperre erzählte (TAG24 berichtete).

Epic Games, der Entwickler von Fortnite, hatte den Account des 17-jährigen Jarvis Kaye für immer stillgelegt, weil er beim Spielen mit sogenannten "Aimbots" - automatischen Zielhilfen - erwischt worden war.

Das Erstellen von Fortnite-Videos war eine der Haupteinnahmequellen des Jugendlichen. Da diese nun nicht mehr da ist, muss er folglich auch seinen bis dato hohen Lebensstandard deutlich zurückfahren.

Die erste Konsequenz hat Jarvis bereits gezogen: Wie der Mirror berichtet, zieht der junge Brite aus seinem 11,2 Millionen Pfund teuren Herrenhaus in den Hollywood Hills aus und vorerst zurück zu seiner Familie nach Großbritannien.

"Ich gehe wieder nach Hause, um mit meiner Familie zusammen zu sein und darüber nachzudenken, was für mich am wichtigsten ist und was als nächstes kommt", berichtet der YouTuber in einem aktuellen Video. "Eine Pause zu machen wird nicht einfach, aber ich weiß, dass es das Richtige ist."

In der Spiele-Szene wird derweil heftig diskutiert, ob der lebenslängliche Bann gerechtfertigt ist oder nicht doch ein wenig zu weit geht. Das Verwenden von verbotenen Cheats in einem kompetitiven Online-Spiel ist kein Kavaliersdelikt, sagen die Einen. Jarvis wollte diese jedoch nur testen und warnte seine Zuschauer sogar mehrfach davor, Aimbots zu verwenden, meinen die Anderen.

YouTuber Jarvis bekommt Unterstützung von seinem Clan: Epic Games bleibt hartnäckig

Jarvis spielte leidenschaftlich gern Fortnite und verdiente sich damit viel Geld auf YouTube.
Jarvis spielte leidenschaftlich gern Fortnite und verdiente sich damit viel Geld auf YouTube.  © Screenshot/YouTube/Jarvis

Ob sich Epic Games noch einmal umstimmen lässt und die harte Strafe zumindest abschwächt, scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Teamkollegen des FaZe-Clans, mit denen Jarvis zusammen in der Luxus-Villa wohnte, forderten das Entwicklerstudio zu einem "fairen Kompromiss" auf, bislang jedoch ohne Erfolg.

"Jarvis ist ein Entertainer und Content-Ersteller, der YouTube-Videos für seine Fans streamt und erstellt. Er spielt nicht professionell. Er ist eine 17-jährige Person, die beim Erstellen von Inhalten eine schlechte Entscheidung getroffen hat. Seine Handlungen waren offensichtlich falsch, aber nicht böswillig", so die offizielle Mitteilung von FaZe.

Im Gespräch mit der Sun konterte Epic Games jedoch: "Wir haben eine Null-Toleranz-Richtlinie für die Verwendung von Cheat-Software. Wenn Leute Goalbots oder andere Cheat-Technologien verwenden, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen, ruinieren sie damit das Spiel für die Leute, die fair spielen."

In Foren, Chat-Gruppen und sozialen Medien wird Jarvis derweil für seine Naivität heftig verspottet: "Ein Pro-Gamer, der nicht weiß, dass Cheats illegal sind, lol", kommentiert ein Nutzer. "Sein Fantasie-Leben ist über ihm zusammengebrochen. Jetzt muss er so schnell wie möglich erwachsen werden und einen richtigen Job finden", schreibt ein Anderer.

Doch es finden sich auch positive User, die etwa darauf verweisen, dass jeder Mensch Fehler in seinem Leben machen würde und Jarvis mit seinen Fortnite-Videos viel Geld verdient haben und mit gerade mal 17 Jahren noch mehr als genug Zeit haben dürfte, sein Leben in eine andere Richtung zu lenken.

Jarvis selbst fügte in seinem Video noch hinzu: "Ich habe den größten Teil meines Lebens mit meiner Mutter, meiner Großmutter und meinen Brüdern verbracht. Früher war ich ein ziemlich normales Kind. Ich war ein bisschen ruhig und schüchtern. Aber das änderte sich an Weihnachten, als Frazier und ich unsere erste PlayStation bekamen."

Mehr zum Thema YouTube:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0