Erinnerung an Holocaust: Überlebende im Landtag zu Gast

Erfurt - Mit Reden, Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen im ganzen Land erinnert Thüringen der Opfer des Nationalsozialismus. Im Landtag in Erfurt werden am Montag Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Keller und der amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Reden halten.

Auch im vergangenen Jahr hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow Holocaust-Überlebende begrüßen können.
Auch im vergangenen Jahr hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow Holocaust-Überlebende begrüßen können.  © DPA

Die Shoa - der Völkermord an den Juden - sei das "größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte", sagte Keller laut Redemanuskript. "Und jeder, der diesen Zivilisationsbruch auch nur im Ansatz zu leugnen oder zu relativieren versucht, verlässt den Boden des Wertefundaments unserer freien demokratischen Gesellschaft."

Bei dem Gedenken im Landtag werden rund 260 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur erwartet - darunter auch der Vorsitzende der Jüdische Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm.

Geplant ist, dass Überlebende des Holocausts über ihre Erfahrungen berichten. "Am wichtigsten ist mir, dass die Stimmen der Überlebenden in unserer Mitte hörbar werden", erklärte Keller im Vorfeld.

Unter den Zuhörern werden nach Angaben des Thüringer Landtages auch Schüler sein. Am Nachmittag ist unter anderem eine Kranzniederlegung in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar geplant.

Vor dem Justizzentrum in Gera hängen die Fahnen am Montag auf Halbmast, zum Gedenken an die Opfer des Holocaust.
Vor dem Justizzentrum in Gera hängen die Fahnen am Montag auf Halbmast, zum Gedenken an die Opfer des Holocaust.  © DPA

Titelfoto: DPA

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