Nach Coming-out: Jochen Schropps Mama fühlt sich verraten

München/Berlin - Mitte Juni outete sich Moderator Jochen Schropp (39) als schwul. Kurz darauf konnte sich der Wahl-Berliner vor positiver Resonanz kaum retten. So gab es von prominenten Freunden aus Film und Fernsehen, sowie von tausenden Fans viel Zuspruch. Allerdings sorgte der 39-Jährige mit seinem Coming-out im "Stern" privat eher für schlechte Stimmung.

Nach seinem Coming-out fühlt sich Jochen Schropp schwuler, wie er im Interview witzelt.
Nach seinem Coming-out fühlt sich Jochen Schropp schwuler, wie er im Interview witzelt.  © DPA

So verriet der Schauspieler im RTL-Interview am Rande des "Bavaria Filmfest" in München, dass seine Mutter von seinem veröffentlichten Brief im Magazin alles andere als begeistert war.

"Meine Mutter mochte mein Interview und meinen Brief nicht, weil sie sich verraten gefühlt hat", erklärt der gebürtige Hesse.

In einigen Zeilen schrieb Jochen, wie sich seine Mama Selbsthilfebücher besorgt hatte, um besser mit der Situation umgehen zu können. "Damit wollte ich einfach nur ihre Überforderung herausstellen", doch am Ende führte es genau zum Gegenteil: Familien-Zoff, denn für Mama Schropp klangen die Worte ihres Sohnes offenbar so, als wäre sie mit der Homosexualität ihres Sohnes nicht zurechtgekommen.

Daher ist es ihm nun wichtig zu betonen: "Meine Eltern haben mich immer unterstützt, waren immer auf meiner Seite".

Mit fast 40 hat sich Jochen getraut mit seiner Homosexualität an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch warum so spät? "Klar, ich wusste immer, das ich schwul bin - aber das sind auch Phasen. Man fühlt sich unsicher, man fühlt sich nicht richtig", so der 39-Jährige.

Doch nun ist er mit sich im Reinen und hat sich nun bewusst zu diesem Schritt entschieden. Denn: "Wir kommen bei dem Thema nur weiter, wenn Leute den Mund aufmachen".

Titelfoto: DPA


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