Honniland! DDR zum Anfassen

"Nu gugge ma da!" Im "Honniland" werden viele Erinnerungen wieder wach.
"Nu gugge ma da!" Im "Honniland" werden viele Erinnerungen wieder wach.

Von Diana Drechsel

Chemnitz - Willkommen in der DDR! Am Sonnabend eröffnete auf der Neefestraße 67 das „Honniland“ seine Türen.

Von der alten Pionieruniform über das Bett der Großeltern bis zur Amiga-Platte hat Heidi Dentler (51) auf 250 Quadratmetern das Wohnen in der DDR nachempfunden.

Das Besondere: Statt eines Museums erwartet die Besucher hier eine echte Zeitreise zum Anfassen.

„Man erinnert sich gleich zurück an früher“, schwärmt Besucherin Silke Erler (47).

Sie nippt am DDR-Porzellan mit Rondo-Kaffee und lässt sich den selbst gebackenen Mohnkuchen schmecken.

Im „Honniland“ stimmt einfach alles bis ins letzte Detail, schließlich sammelt Heidi Dentler die Erinnerungsstücke schon seit 40 Jahren.

„Das meiste stammt wirklich von uns und lag noch auf dem Dachboden“, sagt die ehemalige Krankenschwester, die ihren Job für das „Honniland“ an den Nagel hängte.

„Es ist alles Familiengeschichte - die Möbel von den Großeltern, mein erster Computer aus den 80ern oder die Spielsachen meiner Kinder.“

Die Idee, daraus ein lebendiges Museum zu machen, entstand vor etwa drei Jahren.

Unterstützung gab es dabei von der ganzen Familie. „Die DDR-Türen hat mein Mann sogar von Baustellen aufgetrieben“, berichtete Heid.

Mit dem „Honniland“ will sie Menschen zusammenführen. „Ich will, dass die Leute sich zusammensetzen und sich Geschichten erzählen.“ Dabei ist Anfassen ausdrücklich erlaubt.

„Sie können sich Kaffee mit der alten Maschine kochen. Die Kinder können Pittiplatsch-Platten hören“, so Heidi Dentler. Sogar die DDR-Toilette steht zur Benutzung frei.

Das „Honniland“ auf der Neefestraße 67 ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

Hier lebt die DDR wieder auf, alles ist wie früher

Fotos: Uwe Meinhold


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