Mega-Razzia in Oberhausen: Polizei durchsucht Hooligan-Objekte!

Oberhausen - Ende September kam es kurz vor Mitternacht am Bahnhof Sterkrade zu Tumulten. Bis zu 100 Passanten gingen mit Stöcken und Latten bewaffnet und teils vermummt aufeinander los. Wenig später war klar: Hierbei handelte es sich um Hooligans verschiedener Fußball-Klubs. Nun gab es im Zuge dessen erneut eine Razzia.

Die Beamten gehen mit aller Härte gegen die Szene vor.
Die Beamten gehen mit aller Härte gegen die Szene vor.  © Guido Kirchner/dpa

So übernahm bereits am Folgetag die sogenannte Ermittlungskommission "EK Rampe" die Untersuchungen - und ist bis heute dabei, landesweit nach Zeugen und etwaigen Handy- sowie Bildaufnahmen zu fahnden.

Zwei Wochen nach der Tat gab es bereits einige Razzien durch die Polizei Oberhausen und die Staatsanwaltschaft Duisburg. Zeitgleich wurden insgesamt zehn Objekte von Tatverdächtigen durchsucht.

Die Durchsuchungen erstreckten sich über die Städte Oberhausen, Essen, Dinslaken und Iserlohn.

Dabei wurden eine Vielzahl an belastendem Material sichergestellt und Personalien verdächtiger Personen aufgenommen.

Nun holte die Staatsanwaltschaft Duisburg erneut zum Rundumschlag gegen die Hooligan-Szene aus.

So wurden insgesamt 31 Wohnungen von Tatverdächtigen in Oberhausen, Essen, Bochum, Duisburg und dem Kreis Wesel (Dinslaken und Hünxe) sowie dem Kreis Borken untersucht.

Tatverdächtige im Alter zwischen 17 und 35 Jahren

Ein Originalbild der Razzia von der Polizei Oberhausen.
Ein Originalbild der Razzia von der Polizei Oberhausen.  © Polizei

Es wurden am frühen Dienstagmorgen alle Wohnungen zeitgleich durchsucht. Insgesamt wurden 27 tatverdächtige Personen im Alter von 17 bis 35 Jahren angetroffen. Nachdem die Beamten deren Identität prüften und aufgenommen haben, wurden sie anschließend wieder entlassen.

Gegen die Tatverdächtigen wird nun wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Über die Hälfte der Tatverdächtigen konnte bislang von der Ermittlungskommission bezüglich der Auseinandersetzung am Sterkrader Bahnhof identifiziert und in Verbindung gebracht werden.

Nicht zuletzt, weil in den insgesamt 41 Wohnungsdurchsuchungen (in acht Städten) unter anderem zahlreiche Mobilfunkgeräte beschlagnahmt werden konnte.

Die Identität von 34 Personen wurden in Summe aufgenommen.

Die Polizei zeigt sich zufrieden mit dem Kampf gegen die Hooligan-Szene: "Gewaltexzesse in unseren Städten werden konsequent und zeitnah verfolgt und bleiben nicht ohne spürbare Konsequenzen für die von Beteiligten."

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