Er überlebte Fussmarsch nicht: Daran starb der 19-jährige Rekrut

Bei einem Marsch ist ein 19-jähriger Rekrut wegen Überhitzung gestorben.
Bei einem Marsch ist ein 19-jähriger Rekrut wegen Überhitzung gestorben.  © dpa (Symbolbild)

Horn - Nach einem Marsch bei tropischen Temperaturen ist in Österreich ein junger Rekrut an einem Herzstillstand gestorben (TAG24 berichtete). Sein Tod sei auf eine Überhitzung des Körpers zurückzuführen, teilte die niederösterreichische Staatsanwaltschaft Krems nach der Obduktion am Dienstag mit.

Das Ergebnis widerlegt die Vermutung des Heeres, der 19-Jährige habe an einer bakteriellen Erkrankung gelitten. Ob der Mann andere Vorerkrankungen gehabt habe, werde untersucht. Der Soldat war erst seit einem Monat in Ausbildung und galt als sportlich.

Der 19-Jährige klagte vergangene Woche während der Hitzewelle in Österreich nach einem einstündigen Marsch über Schwindel. Auf dem Weg in die Kasere verlor er das Bewusstsein und starb noch am selben Tag im Krankenhaus.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass man auf die tropischen Temperaturen Rücksicht genommen und bei den Übungen mehr Pausen eingeplant habe. Eine Untersuchungskommission wurde eingesetzt.

Der Vater eines Kameraden des Verstorbenen erhob in einem Interview mit der Wochenzeitschrift "Falter" allerdings schwere Vorwürfe.

Bei einer Übung am Tag vor dem Todesfall seien "mehr als 20 Männer" in Ohnmacht gefallen. Die jungen Rekruten würden von ihren Ausbildern "vom ersten Tag an eingeschüchtert und drangsaliert".


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0