Nach Horror-Vergewaltigung: Justizminister Wolf weist jede Schuld von sich

Stuttgart - Im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung kann Justizminister Guido Wolf (CDU) keine Versäumnisse seines Ressorts im Umgang mit dem Hauptverdächtigen erkennen.

Mehr Polizei auf den Straßen soll künftig für mehr Sicherheit in der Freiburg sorgen.
Mehr Polizei auf den Straßen soll künftig für mehr Sicherheit in der Freiburg sorgen.  © DPA

Für die Justiz habe der Minister bestätigt, dass im Umgang ihm alles Nötige veranlasst worden sei, was möglich war, teilte der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Landtags, der CDU-Abgeordnete Stefan Scheffold, am Donnerstag mit.

Wolf hatte dem Gremium am Donnerstag über den Fall berichtet - etwa darüber, wie viele und welche Taten der Verdächtigte bereits begangen hat und wie diese von der Justiz behandelt wurden.

Dennoch wolle Wolf Lehren aus dem Fall ziehen, erklärte Scheffold.

Die Justiz soll gestärkt und die Zusammenarbeit mit der Polizei intensiviert werden.

Auch werde darüber nachgedacht, die Verfahrensdauer im Jugendstrafrecht zu verkürzen und vermehrt Resozialisierungsangebote zu unterbreiten.

Ebenso müsse der stärkere Einsatz von beschleunigten Verfahren diskutiert werden.

Mitte Oktober soll eine Studentin in Freiburg nach einem Discobesuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Der Hauptbeschuldigte hatte seit seiner Einreise im Jahr 2014 29 Delikte begangen, war aber nicht dafür verurteilt worden. (TAG24 berichtete)

Gegen ihn lag zur Zeit des Vorfalls ein Haftbefehl vor, der zunächst nicht vollstreckt wurde. Deshalb steht auch Innenminister Thomas Strobl (CDU) in der Kritik.

Nahe des Tatorts der Freiburger Gruppen-Vergewaltigung.
Nahe des Tatorts der Freiburger Gruppen-Vergewaltigung.  © DPA

Titelfoto: DPA

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