69 Abschiebungen zum 69. Geburtstag: Seehofer kassiert Shitstorm

Berlin - Am Dienstag war es soweit. Horst Seehofer (69, CSU) stellte seinen viel erwarteten Masterplan zur Migrationspolitik, an dem beinah die Große Koalition zerbrochen wäre, vor.

Horst Seehofer bei der Vorstellung seinen "Masterplan Migration".
Horst Seehofer bei der Vorstellung seinen "Masterplan Migration".

Trotz des zurückliegenden Streits mit der SPD um Zurückweisungen an der Grenze hält Seehofer am Konzept der "Transitzentren" fest (TAG24 berichtete). Seehofer hatte aus Rücksicht auf den Koalitionspartner zuletzt von "Transferzentren" an der Grenze gesprochen.

Er betonte, dass der alte Begriff nun nicht gestrichen wurde, sei nicht als Provokation gemeint. Der Plan sei in seiner "Verantwortung" entstanden und am 4. Juli fertiggestellt worden - einen Tag vor dem Kompromiss mit der SPD.

Einen zynischen Spruch konnte er sich bei der Vorstellung seines Masterplans aber nicht verkneifen. Der hatte allerdings nichts mit der SPD, sondern mit dem Thema Abschiebung zu tun.

So freute er sich über die ungewöhnliche Anzahl der Abschiebungen an seinem Geburtstag (4. Juli): "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir so nicht bestellt – Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden."

Diesen hätte er sich besser verkniffen. Auf Twitter hat sich Bundesinnenminister damit keine Freunde gemacht.

Mit Tweets wie "Ich möchte mich übergeben dass er sich traut, so etwas zu sagen. Wundern tut es mich allerdings auch nicht mehr 🙄", "Hr. Seehofer verhält sich zurzeit ähnlich wie Trump. Trump hat seine bösen Mexikaner, Seehofer seine bösen Flüchtlinge", oder "Ein ganzes Land wuerde feiern, wenn dieser Herr endlich aus der Politik "abgeschoben" werden wuerde", kommentieren viele erboste User seinen Spruch (Rechtschreibung übernommen).


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