Abbaupläne in der Lausitz gestoppt: Sachsen lässt Kohle für Dörfer springen

Fritz Jaeckel (53).
Fritz Jaeckel (53).  © Steffen Füssel

Hoyerswerda - Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Als Reaktion auf die neuen Braunkohlepläne des Versorgers Leag bekommt die Lausitz einen staatlichen sächsischen Dorfbeauftragten. Name: Ulrich Beyer.

Der Abteilungsleiter in der Staatskanzlei wird sich um Investitionen in Orten kümmern, die bislang dem Tagebau zum Opfer fallen sollten, dank der neuen Pläne aber bleiben. Die Orte sollen nun moderne Wasser- und Abwasseranschlüsse bekommen, wenn nötig auch neue Straßen.

Beyer führt dazu mit den Bürgern und Bürgermeistern Gespräche. Die Wünsche leitet er an den Chef der Staatskanzlei, Fritz Jaeckel (53), weiter. Dieser wiederum wird alles den Fachministerien übergeben. Laut Jaeckel sind Wünsche willkommen. Schließlich herrsche wegen der jahrelangen Unklarheit stellenweise hoher Investbedarf.

Jaeckel sprach von guten Fördermöglichkeiten. Zugleich sieht er die Leag in der Pflicht, die den Gemeinden in der Braunkohleregion ein „gemeinsames Mittun“ versprochen habe. Tatsächlich führt die Leag zur Zeit bereits erste Gespräche in der Region.

Um angesichts der neuen Situation die länderübergreifende Zusammenarbeit gut zu koordinieren, halten Sachsen und Brandenburg Mitte Juni eine gemeinsame Kabinettssitzung zum Thema in Großräschen ab.

Der Tagebau Nochten zu seinen Hochzeiten. Damals noch im Eigentum von 
Vattenfall. Der neue Eigentümer, die Leag, verzichtet auf den Ausbau von Nochten 
II.
Der Tagebau Nochten zu seinen Hochzeiten. Damals noch im Eigentum von Vattenfall. Der neue Eigentümer, die Leag, verzichtet auf den Ausbau von Nochten II.  © DPA

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