Junge trieb bereits leblos im See! Kassiererin holt Kleinkind zurück ins Leben

Der Spielplatz am See ist beliebter Treffpunkt für Kinder und Mütter im Ort.
Der Spielplatz am See ist beliebter Treffpunkt für Kinder und Mütter im Ort.  © Steffen Füssel

Hoyerswerda - Der Strand am "Großen Ziegelteich" des Ortsteils Bröthen in Hoyerwerda: Dort treffen sich die Kinder des Ortes zum Spielen, die Mütter zum Plausch. Auch der kleine Josef (3) war Mittwochnachmittag mit seiner Mama dort. Doch fast hätte der Spielspaß für den Jungen ein tödliches Ende genommen ...

"Ich hatte meinen Enkel gerade vom Kindergarten abgeholt", sagt Kassiererin Heidi Bloch (61).

"Da hörte ich plötzlich die Schreie." Ein kleiner Junge trieb leblos auf dem See, das Gesicht unter Wasser - es war Josef, den seine Mutter kurz zuvor nur für einen Moment aus den Augen verloren hatte.

Jetzt war die Mama wie gelähmt vor Schreck, konnte nur noch schreien.

Zum Glück ist Heidi Bloch in Notfällen erfahren:

Sie ist seit 42 Jahren bei der Feuerwehr - und handelte in den dramatischen Sekunden umgehend: "Ich bin sofort rein in das Wasser, hab ihn herausgezogen und dann mit Herz-Druck-Massage begonnen", sagt sie.

Kassiererin Heidi Bloch (61) rettete dem kleinen Josef (3) das Leben.
Kassiererin Heidi Bloch (61) rettete dem kleinen Josef (3) das Leben.  © Steffen Füssel

Ihr kam eine weitere Passantin zu Hilfe, Maria M.: "Ich habe dann die Mund-zu-Mund-Beatmung übernommen." Auch hier ein unglaublicher Zufall: Marias Tochter macht gerade den Führerschein, der Erste-Hilfe-Kurs wurde zuhause nochmal durchgesprochen, und so wusste Maria genau, was zu tun war.

Tatsächlich schaffen es die beiden Frauen, Josef wiederzubeleben. Per Rettungshubschrauber konnte er in eine Spezialklinik geflogen werden.

"Den bisherigen Informationen nach befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr", so Polizeisprecher Thomas Knaup (39). "Die Frauen haben dem Kind das Leben gerettet."


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