HSV findet gegen Heidenheim-Bollwerk keine Lösung und verliert

Hamburg - Ist das bitter! Der Hamburger SV hat das letzte Heimspiel im Kalenderjahr 2019 gegen den 1. FC Heidenheim mit 0:1 (0:0) verloren. Vor 42.190 Zuschauern im Volksparkstadion erzielte Jonas Föhrenbach in der Schlussphase den Siegtreffer für die Gäste.

Sonny Kittel versucht den Ball vorbei an Gegenspieler Marnon Busch zu flanken.
Sonny Kittel versucht den Ball vorbei an Gegenspieler Marnon Busch zu flanken.  © Axel Heimken/dpa

HSV-Trainer Dieter Hecking veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Auswärtsniederlage beim VfL Osnabrück auf zwei Positionen.

Für Christoph Moritz und Bobby Wood rückten Kapitän Aaron Hunt und nach seiner Rotsperre auch Bakery Jatta in die Mannschaft.

Eigentlich sollte auch Rick van Drongelen auf der Bank Platz nehmen, doch beim Aufwärmen verletzte sich Gideon Jung und so rückte der Niederländer noch in die Startelf. Damit kam der 20-Jährige zu seinem 50. Startelf-Einsatz in Folge für den HSV.

Die Rothosen dominierten spielerisch die Anfangsphase, die erste dicke Chance hatten allerdings die Heidenheimer.

Tim Leibold klärte einen langen Ball unglücklich per direkt vor die Füße von Gäste-Angreifer Tim Kleindienst, der sofort abzog und nur den Pfosten traf. Glück für den HSV nach einer Viertelstunde!

Auf der Gegenseite hatte nur vier Minuten später Martin Harnik die Führung auf dem Fuß. Nach Jatta-Rückpass schoss sich der Österreicher aber selbst an und entschärfte so die gefährliche Situation. Bitter, denn da war mehr drin.

HSV findet gegen Heidenheimer Abwehrriegel keine Mittel

Rick van Drongelen fordert Elfmeter.
Rick van Drongelen fordert Elfmeter.  © Axel Heimken/dpa

In der Folge entwickelte sich ein wenig ansehnliches Spiel, in dem der HSV deutlich mehr von der Partie hatte, offensiv aber kaum Akzente setzen konnte. Gegen den Abwehrriegel der Heidenheimer fiel den Rothosen trotz Bemühungen nicht viel ein.

Dennoch erspielten sich die Hamburger bis zur Pause drei gefährliche Situationen. Erst scheiterte Jeremy Dudziak mit einem Schuss direkt auf Keeper Kevin Müller (35. Minute), dann wollte Jatta statt selbst zu schießen - was deutlich besser gewesen wäre - auf einen Mitspieler querlegen, und zu guter Letzt ließ Hunt in der Schlussminute noch ein Schüsschen aus 16 Metern los.

Damit ging es mit einem tristen 0:0 passend zum Wetter in die Kabinen.

Aus denen startete der HSV druckvoll. Sonny Kittel kam nach 52 Minuten zu einem Abschluss, den FCH-Keeper Müller allerdings zur Ecke klären konnte.

In deren Anschluss forderten die HSV-Akteure Elfmeter, nachdem van Drongelen in einem Zweikampf zu Fall gebracht wurde. Ein Pfiff wäre allerdings auch zu viel des Guten gewesen.

K.o. in der Schlussphase

Dieter Hecking trieb sein Team immer wieder an.
Dieter Hecking trieb sein Team immer wieder an.  © Axel Heimken/dpa

Das Spiel blieb in den zweiten 45 Minuten dasselbe. Die Hamburger hatten deutlich mehr Ballbesitz, Heidenheim igelte sich dagegen mit elf Spielern in der eigenen Hälfte ein und setzte offensiv nur wenig Akzente.

In der 66. Minute gaben die Rothosen mal wieder ein Lebenszeichen in Form von Dudziak ab. Sein Aufsetzer ging allerdings am Tor vorbei.

Kurze Zeit später zog Trainer Hecking seinen ersten Joker und brachte Lukas Hinterseer für Kapitän Hunt.

Die nächste große Chance hatten aber die Gäste. Kleindienst tauchte plötzlich frei vor dem Tor auf (76.), traf aber nur das Außennetz.

Auf der Gegenseite hatten kurz darauf Harnik und Jatta die Führung auf dem Fuß. Doch erst rettete Keeper Müller, anschließend schmiss sich Busch in den Ball und klärte zur Ecke.

Acht Minuten wurde es für den HSV ganz bitter. Nach einem Kerschbaumer-Kracher gegen die Latte, hielt Kleindienst den Ball im Spiel, aus kurzer Distanz staubte Föhrenbach zur Gäste-Führung ab. Das gibt es doch nicht!

Hecking wechselte noch zweimal aus und brachte Jairo Samperio und David Kinsombi für Fein und Narey. Doch es brachte alles nichts.

Der HSV verlor nach etwas mehr als 90 Minuten und musste sich den Pfiffen der eigenen Fans stellen.

Im letzten Spiel der Hinrunde muss der HSV am 15. Dezember beim SV Sandhausen antreten. Dort kommt es dann zum Wiedersehen mit Ex-Spieler Dennis Diekmeier, der seit der vergangenen Winterpause dort spielt.

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