HSV sieht sich vor Spiel gegen Magdeburg in guter Ausgangslage

Hamburg - Der HSV hat erneut die Chance, seine Aufstiegschancen zu verbessern. Dazu nötig ist ein Heimsieg am Montag gegen den 1. FC Magdeburg.

Zeigt der HSV am Montag gegen Magdeburg wieder große Emotionen wie hier Gotoku Sakai nach einem Treffer?
Zeigt der HSV am Montag gegen Magdeburg wieder große Emotionen wie hier Gotoku Sakai nach einem Treffer?  © dpa/Christian Charisius

Nach dem Pokaltriumph in Paderborn will der HSV in der 2. Fußball-Bundesliga nachlegen.

"Unsere Ausgangslage ist gut. In der Summe sind wir in der Situation, dass wir unsere Ziele erreichen können. In der Liga unter die ersten Zwei zu kommen, plus Pokal-Halbfinale, plus Derby-Sieg. Wenn mir das einer vorher gesagt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben", sagte Hannes Wolf vor dem Heimspiel des Tabellenzweiten am Montagabend gegen den 1. FC Magdeburg.

Für Wolf schließt sich ein Kreis. In Magdeburg (1:0) feierte der 37-Jährige als Nachfolger von Christian Titz am 26. Oktober sein Debüt als HSV-Coach. Trotz einiger Rückschläge halten die Hamburger mit ihrem jungen Team weiter Kurs auf die rasche Oberhaus-Rückkehr.

Wolf fordert Konstanz, die einigen seiner jungen Akteure noch fehlt. So folgte auf den umjubelten Derby-Sieg beim FC St. Pauli (4:0) eine unnötige 2:3-Heimpleite gegen Darmstadt 98.

Diesmal soll der 2:0-Erfolg im Pokal beim SC Paderborn, durch den der HSV die erste Halbfinalteilnahme seit zehn Jahren perfekt gemacht hatte, mit einem Heimsieg über den Abstiegskandidaten Magdeburg abgerundet werden.

Gelingt das, würde der HSV nach dem erneuten Patzer von Verfolger Union Berlin (0:0 am Sonntag in Dresden) seinen Vorsprung auf Platz drei auf sechs Punkte ausbauen. Doch Wolf mahnt zur Vorsicht.

Doch Wolf mahnt zur Vorsicht. "Du kannst Magdeburg nur schlagen, wenn du die richtige Mentalität an den Tag legst." Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos sei das beste Beispiel.

Vor Pierre-Michel Lasogga (rechts) und Douglas Santos müssen sich die Magdeburger in Acht nehmen.
Vor Pierre-Michel Lasogga (rechts) und Douglas Santos müssen sich die Magdeburger in Acht nehmen.  © dpa/Friso Gentsch

Der als "Mentalitätsmonster" bekannte Grieche war nach langer Verletzungspause in Paderborn ins Team zurückgekehrt und hatte seine Kollegen sofort mitgerissen. ",Papa' strahlt die Mentalität aus, die wir brauchen", betonte Wolf.

Offen ist der Einsatz von Vasilije Janjicic. Der 20 Jahre alte defensive Mittelfeldakteur konnte nach einem grippalen Infekt am Sonntag nur leicht trainieren und fällt möglicherweise aus. Die zuletzt angeschlagenen Abwehrspieler Gotoku Sakai und Rick van Drongelen sind hingegen wieder fit und können wohl auflaufen.

"Wenn über Nacht keine Probleme auftauchen, sind beide dabei. Bei Vasilije werden wir abwarten und am Montag entscheiden, ob es geht oder nicht", erklärte Wolf am Sonntag in der Hansestadt.

Für die schon länger fehlenden Offensivkräfte Aaron Hunt und Hee-Chan Hwang, die in dieser Woche in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt waren, kommt das Magdeburg-Spiel noch zu früh. Ihr Comeback ist im am 15. April folgenden HSV-Auswärtsspiel beim 1. FC Köln geplant.

Mit dem FCM kehrt der ehemalige HSV-Coach Michael Oenning erstmals seit seiner Entlassung im Jahr 2011 an die alte Wirkungsstätte ins Volksparkstadion zurück. "Natürlich ist es ein besonderes Spiel", sagte der 53-Jährige.

Und meinte vor allem seine Profis, "denn die meisten haben noch nicht oft vor einer so großen Kulisse gespielt". 5700 Fans werden den FCM begleiten, knapp 50.000 im Stadion erwartet.

Der Aufsteiger aus Magdeburg hat sich unter dem Härtel-Nachfolger zwar gefestigt, ist als Drittletzter aber weiter in Abstiegsgefahr. Um Zählbares aus Hamburg mitzunehmen, müsse in erster Linie Torjäger Pierre-Michel Lasogga gestoppt werden. "Er ist ein ständiger Gefahrenherd", sagte Oenning über den HSV-Toptorjäger (13 Liga-Tore).

Der Coach geht fest davon aus, dass seinem Ex-Club der Wiederaufstieg in die 1. Liga gelingen wird. "Auch wenn es nicht so einfach in der 2. Liga ist, wie sich das manch einer in Hamburg vorgestellt hat, die werden sich das nicht mehr nehmen lassen. Der HSV wird aufsteigen."

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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