HSV geht mit breiter Brust in das nächste Spitzenspiel

Hamburg/Bielefeld - Den ersten Stresstest hat der Hamburger SV am Montagabend bei Arminia Bielefeld bestanden, doch am Samstag wartet mit dem VfB Stuttgart bereits das nächste große Kaliber auf den HSV.

HSV-Trainer Dieter Hecking schaute während der Partie nachdenklich.
HSV-Trainer Dieter Hecking schaute während der Partie nachdenklich.  © Friso Gentsch/dpa

Beim 1:1 gegen den Tabellendritten aus Bielefeld zeigten sich die Hamburger vor allem in der ersten Halbzeit stark und mit Drang nach vorne.

In den zweiten 45 Minuten ließen sie sich allerdings von aggressiven Arminen den Schneid abkaufen und viel zu weit in die eigene Hälfte zurückdrängen.

Daher wurde auch deutlich, woran der HSV bis zum nächsten Spitzenspiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart dringend arbeiten muss - an der Chancenauswertung!

"In der ersten Halbzeit müssen wir früher auf 2:0 oder 3:0 stellen, dann wird es für uns einfacher, dann kriegt man mehr Räume", sagte Verteidiger Tim Leibold, der trotzdem von einem "Punktgewinn für beide Teams" sprach.

Trotz des Unentschiedens waren sowohl Spieler als auch Verantwortliche mit dem Remis zufrieden. So hielten die Hamburger ihren Rivalen aus Ostwestfalen auf Distanz und gehen als Tabellenführer in die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger aus Stuttgart.

Auch wenn es einen kleinen Makel gab: das Gegentor! Josha Vagnoman wurde im Zweikampf von Andreas Voglsammer leicht geschubst und spielte so den Ball ins Toraus. Aus der Ecke resultierte schließlich der Ausgleich.

HSV-Stürmer Hinterseer gibt die richtige Antwort

Lukas Hinterseer (rechts) jubelt mit Adrian Fein über den zwischenzeitlichen HSV-Führungstreffer.
Lukas Hinterseer (rechts) jubelt mit Adrian Fein über den zwischenzeitlichen HSV-Führungstreffer.  © Friso Gentsch/dpa

"Es war ein klares Foul", ärgerte sich HSV-Trainer Dieter Hecking, der generell mit der Leistung des Schiedsrichters Frank Willenborg unzufrieden war. "So geht es nicht. Die Spielleitung war dem Spiel nicht angemessen."

Ähnlich sah es Sport-Vorstand Jonas Boldt: "Das ist kein schlimmes Foul, aber es ist ein Foul. Der Spieler weiß genau, was er da tut. Er bringt Josha aus dem Tritt, das musst du abpfeifen."

Das Glück, was Bielefeld in dieser Situation hatte, hatte der HSV vor dem 1:0 durch Lukas Hinterseer. Arminias Joan Simun Edmundsson spielte dem Österreicher den Ball genau in den Fuß, sodass er frei auf das Gehäuse zulaufen konnte und die Führung erzielte.

Dabei war vor der Partie gar nicht sicher, ob Hinterseer überhaupt in der Startelf stehen würde. Trainer Hecking hatte Konkurrent Bobby Wood Hoffnungen auf den Platz im Sturm gemacht, entschied sich aber doch für den zuletzt kriselnden Österreicher.

Und der bedankte sich für das Vertrauen mit dem Treffer und erklärte, von der Diskussion um ihn und seine Leistungen gar nicht so viel mitbekommen zu haben. "Es gibt immer schlechte Partien, aber ich werde immer alles probieren und immer alles reinhauen in jeden Zweikampf", sagte er kämpferisch.

Ex-VfBler Leibold kennt nur noch das Maskottchen

Tim Leibold versuchte gemeinsam mit Adrian Fein Bielefelds Cebio Soukou zu stoppen.
Tim Leibold versuchte gemeinsam mit Adrian Fein Bielefelds Cebio Soukou zu stoppen.  © Friso Gentsch/dpa

Nach seinem guten Auftritt auf der Alm hat er gute Chancen, das auch gegen den VfB von Beginn an tun zu dürfen.

Die Zielsetzung ist klar. "Natürlich wollen wir jedes Heimspiel gewinnen", sagte Leibold. Die Partie gegen die Schwaben wird für ihn auch ein Wiedersehen mit dem Ex-Club. In der Jugend und zwischen 2013 und 2015 spielte der 25-Jährige für Stuttgart.

Viel Kontakt hat er zum VfB allerdings nicht mehr: "Der letzte, mit dem ich noch Kontakt hatte, war Timo Baumgartl", sagte Leibold über seinen früheren Mitspieler, der sein Geld mittlerweile bei der PSV Eindhoven verdient.

Lächelnd fügte er mit Bezug auf das VfB-Maskottchen hinzu: "Außer dem Fritzle kenne ich keinen mehr."

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