Das ging HSV-Hunt bei seinem Hammertreffer gegen Schalke durch den Kopf

Hamburg - Aaron Hunts Tor gegen den FC Schalke 04 war eines der Fußball-Highlights des vergangenen Wochenendes. Er selbst hat sich das Video dazu bereits mehrfach angesehen.

Durchsetzungsstark: Aaron Hunt im Duell mit Bremens Thomas Delaney.
Durchsetzungsstark: Aaron Hunt im Duell mit Bremens Thomas Delaney.  © DPA

Doch an was hat er sich in den Sekunden vor dem Treffer eigentlich gedacht? An nichts! Es sei so nicht geplant gewesen, er hätte nur keine anderen "Optionen" gehabt. "Dann habe ich einfach draufgehalten. Natürlich gehört in so einem Moment auch etwas Glück dazu, dass der Ball so im Winkel einschlägt. Doch wir waren diesmal mit dem Sieg einfach dran und hätten vorher schon gegen Hertha und Stuttgart mehr verdient gehabt", führt Hunt auf der Website des HSV aus. Die Erleichterung nach zuvor 15 sieglosen Spielen war auch beim 31-Jährigen groß: "Es war sehr wichtig für den Verein, dass wir das Spiel so kurz vor dem Ende noch drehen konnten."

Doch wie lässt sich die positive Entwicklung unter Neu-Coach Christian Titz erklären? "Man muss dem Trainer an dieser Stelle ein Kompliment machen. Jeder Trainer hat seine eigene Philosophie und unser jetziger Trainer will attraktiven Fußball mit viel Ballbesitz spielen. Es gehört eine Menge dazu, das so schnell einzuführen."

Hunt selbst kommt das auf spielerische Klasse ausgelegte System entgegen, weil er selbst ein feiner Fußballer mit einer ausgezeichneten Technik ist: "Für mich ist das positiv. Wir agieren nun mit deutlich mehr Ballbesitz. Der Ball wird nicht nur in der eigenen Hälfte hin und her gespielt, sondern wir haben auch viele Kontakte in der gegnerischen Hälfte."

Den kommenden Gegner - die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) - schätzt Hunt stark ein, weil die Kraichgauer wieder stärker in Form gekommen- und "gerade offensiv stark einzuschätzen" seien. Dominantes Auftreten und einen Sieg will der Routinier dennoch sehen. Schließlich steht für ihn mit dem 300. Bundesliga-Spiel ein großes Jubiläum an. Seine erste Bundesliga-Partie hat er nach wie vor im Kopf, als wäre es gestern gewesen: "Auch wenn man noch so viele Spiele in der Vita hat, sind für einen Fußballer die ersten Augenblicke besonders und bleiben stark in Erinnerung."

Als junger Spieler habe er auch nie daran gedacht, irgendwann mal so viele Spiele in Deutschland Fußball-Eliteklasse zu absolvieren: "Es ist auf jeden Fall eine schöne Zahl und ich hoffe natürlich, dass wir das Spiel in Hoffenheim gewinnen, damit auch dieses Jubiläum in guter Erinnerung bleibt.


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