HSV-Investor Kühne forderte im Februar Wolf-Rauswurf

Hamburg - Der Hamburger SV versinkt nach der verpassten Rückkehr in die 1. Bundesliga im Tränenmeer. Doch einer kann wieder einmal nicht an sich halten: Investor Klaus-Michael Kühne.

Investor Klaus-Michael Kühne nahm ein einem Statement Stellung zum Hamburger SV.
Investor Klaus-Michael Kühne nahm ein einem Statement Stellung zum Hamburger SV.  © DPA

Wie der Milliardär in einem Statement am Montag öffentlich machte, forderte er bereits im Februar die Entlassung von Trainer Hannes Wolf.

"Ich habe Aufsichtsrat und Vorstand der HSV Fußball AG sowie den Präsidenten des Hamburger Sportverein e.V. am 26. Februar dieses Jahres schriftlich empfohlen, den Trainer auszuwechseln, weil sich mit dem in Regensburg verlorenen Spiel der Niedergang für mich abzeichnete und er durch falsche Entscheidungen des Trainer gekennzeichnet war", teilte Klaus-Michael Kühne schriftlich mit.

Nach der Pleite in Regensburg verlor der Hamburger SV die Tabellenführung an den 1. FC Köln und konnte nur noch zwei Spiele gewinnen. Mit diesen Worten scheint die Schlammschlacht beim einstigen Bundesliga-Dino eröffnet zu sein.

Kühne ging in seinem Statement sogar noch weiter. Er forderte neben dem Trainerwechsel auch einen radikalen Neuaufbau einer Mannschaft.

"Nur ein Neuanfang mit vielen frischen, engagierten Spielern kann zu einer Aufbruchstimmung und einer neuen Moral führen", schrieb der HSV-Investor.

Trainer Hannes Wolf guckt nach dem verpassten Aufstieg ungläubig in die Luft.
Trainer Hannes Wolf guckt nach dem verpassten Aufstieg ungläubig in die Luft.  © DPA

Neben der öffentlichen Forderung nach einem Trainerwechsel konnte sich Kühne auch einen Seitenhieb gegen Sportdirektor Ralf Becker nicht verkneifen.

Auf der Mitgliederversammlung im Januar sprach dieser noch eine Job-Garantie für Wolf aus. "Sie können es jetzt aufschreiben: Hannes Wolf ist in zwölf Monaten noch Trainer des HSV", lauteten Beckers Worte.

Doch die Tage des Trainers scheinen im Volkspark mehr als gezählt. Die Verantwortlichen scheinen bereits mit möglichen Nachfolgern Gespräche zu führen. Ein Scheitern Wolfs könnte zudem auch zu einer Entlassung Beckers führen.

Immerhin hält der Sportdirektor krampfhaft an seinem Trainer fest. Wo das endet, konnte man beim Lokal-Rivalen FC St. Pauli sehen. Da musste im März nicht nur Trainer Markus Kauczinski gehen, sondern auch Sportdirektor Uwe Stöver, weil er darauf bestand, mit ihm weiterarbeiten zu wollen.

Spätestens nach dem letzten Spieltag und der Partie gegen den MSV Duisburg dürfte Klarheit darüber herrschen, ob Hannes Wolf auch noch in der kommenden Saison Trainer beim Hamburger SV ist.

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0