HSV-Stürmer Hinterseer setzt Ausrufezeichen, doch eine Stammplatz-Garantie hat er nicht

Hamburg - Lukas Hinterseer strahlte vor Glück. Der Stürmer des Hamburger SV hatte soeben seinen Verein mit einem Doppelpack zum 2:0-Heimsieg über den Karlsruher SC geschossen.

HSV-Stürmer Lukas Hinterseer freut sich über seine Treffer.
HSV-Stürmer Lukas Hinterseer freut sich über seine Treffer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Der Österreicher machte einen guten Job, denn er stand zweimal da, wo ein Stürmer stehen muss.

In der 67. Minute köpfte er einen Querschläger von KSC-Profi Marc Lorenz ins Tor. "Da war ein bisschen Glück dabei", gab der 28-Jährige zu. "Ich stand eben richtig."

Sein Führungstreffer war ein Brustlöser für den HSV. "Das war wichtig, denn gefühlt haben wir alles probiert, aber kein Ball ging so richtig rein. Mit dem 1:0 kamen die Räume und ihr Wille war gebrochen", erklärte Hinterseer.

Den vielen Platz konnten die Rothosen in der 81. Minute erneut nutzen, als Außenstürmer Bakery Jatta mit Tempo in den Strafraum und an Gegenspieler David Pisot vorbeizog und seinen Mitspieler in der Mitte fand. Hinterseer musste den Ball nur noch über die Linie drücken.

Es war der neunte Saisontreffer des 28-Jährigen - und ein besonderer zugleich. Für den FC Ingolstadt, den VfL Bochum und den HSV hat der 13-fache österreichische Nationalspieler nun 50mal in der zweiten Liga getroffen.

Der Doppelpack war aber nicht nur für den Tabellenzweiten wichtig, sondern auch für Hinterseer. Die Konkurrenz im Kader ist groß, wie er selber weiß.

Tore als EM-Bewerbung

Der Österreicher bedankt sich bei Vorlagengeber Bakery Jatta.
Der Österreicher bedankt sich bei Vorlagengeber Bakery Jatta.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Jeder will spielen", gab er zu. "Joel gibt Gas." Gemeint war damit Mannschaftskollege Joel Pohjanpalo, den der HSV im Winter von Bundesligist Bayer Leverkusen auslieh.

In zwei Einsätzen traf der Finne einmal und sorgte nach seinen Einwechslungen für mächtig Wirbel. "Sie bringen Elan", gab Hinterseer zu. Daher könne sich niemand ausruhen, sonst droht die Bank - auch für den Doppelpacker.

"Lukas hat das gut gemacht", lautete das Urteil von Trainer Dieter Hecking, der aber für das kommende Spiel bei Hannover 96 nachschob: "Da kann das schon wieder ganz anders aussehen. Ich bin froh, dass wir so viele Alternativen haben."

Worte, die Hinterseer nicht gerne hören wird, auch wenn er selbst sagte: "Hätten andere getroffen, hätte ich mich auch gefreut." Für ihn geht es allerdings um mehr. Denn der 28-Jährige will im Sommer auf den EM-Zug der Österreicher aufspringen. Und dafür muss er sich beim HSV beweisen.

Am Samstag hat er seine Visitenkarte abgegeben, und der angestrebte Aufstieg wäre sicherlich auch nicht schlecht. "Es ist noch ein weiter Weg", bekannte Hinterseer.

Der Start mit drei Siegen und neun Punkten aus drei Spielen sei gut gewesen, doch stehen mit den Derbys bei Hannover 96 und anschließend gegen den FC St. Pauli zwei harte Brocken vor der Tür.

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