HSV-Jubilar Rick van Drongelen gesteht fehlende Frische

Hamburg - 49 mal in Folge stand Rick van Drongelen beim Hamburger SV in der Startelf. Am Freitagabend wäre diese Serie fast gerissen, denn eigentlich sollte der 20-jährige Niederländer auf der Bank Platz nehmen.

Rick van Drongelen ärgert sich über die Niederlage.
Rick van Drongelen ärgert sich über die Niederlage.  © Axel Heimken/dpa

Weil sich Mannschaftskollege Gideon Jung beim Aufwärmen aber am Rücken verletzte und nicht richtig sprinten konnte, entschied sich HSV-Trainer Dieter Hecking dazu, doch noch Rick van Drongelen gegen den 1. FC Heidenheim ins Rennen zu schicken.

"Es war eine Entscheidung des Trainers. Ich habe viel gespielt, die letzten eineinhalb Jahre jedes Spiel gemacht. Auch dieses Jahr habe ich viel gespielt, war viel unterwegs mit der Nationalmannschaft. Vielleicht war die optimale Frische bei mir nicht da", erklärte der Jubilar beim Hamburger SV.

Dennoch sagte er: "Im Kopf bin ich aber immer zu 100 Prozent da. Außerdem bereite ich mich immer so vor, als ob ich spielen würde. Und so war es für den 20-Jährigen auch kein Problem kurzfristig einzuspringen. Einen anderen Ausgang der Partie hatte er sich aber sicherlich gewünscht.

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"Die Niederlage ist sehr ärgerlich. Heute wollte nur eine Mannschaft Fußball spielen. Heidenheim hat nichts nach vorne versucht, die haben sich nur hinten rein gestellt", beklagte van Drongelen.

Und so kam es dann, wie es so häufig kommt. Während die eigene Mannschaft aus einer klaren Überlegenheit keinen Nutzen zieht, erzielt der Gegner mit einem seiner wenigen Angriffe einen Treffer.

van Drongelen absolvierte alle HSV-Zweitliga-Spiele von Beginn an

Der Niederländer versucht eine Ecke mit dem Kopf zu verlängern.
Der Niederländer versucht eine Ecke mit dem Kopf zu verlängern.  © Axel Heimken/dpa

"Wir haben den Ball unglücklich im Mittelfeld verloren, danach dann ein paar 50:50-Zweikämpfe. Nach dem Lattentreffer war ich überrascht, dass der Ball noch im Feld geblieben ist", beschrieb der niederländische U21-Nationalspieler den Gegentreffer.

Die unnötige Niederlage ordnete der Vize-Kapitän als einen weiteren Entwicklungsschritt ein, an dem die Mannschaft arbeiten muss. "Es gibt weiterhin Dinge, die wir besser machen müssen. Wir dürfen jetzt nicht so viel zu den anderen in der Tabelle schauen, sondern müssen uns auf uns konzentrieren."

In den beiden Auswärtsspielen beim SV Sandhausen und SV Darmstadt haben van Drongelen und der HSV noch einmal die Chance einen versöhnlichen Jahresabschluss herbeizuführen.

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Durch seinen 50. Startelf-Einsatz in Folge stand van Drongelen bei jedem Zweitliga-Spiel der Rothosen zu Spielbeginn auf dem Rasen. Davon erlebte er nur drei Partien nicht über 90 Minuten.

In der vergangenen Saison wurde er - ausgerechnet gegen den Gegner vom Freitag, den 1. FC Heidenheim - einmal bereits in der Halbzeit ausgewechselt, in dieser Spielzeit war musste er in den Spielen gegen Holstein Kiel und den VfL Osnabrück den Platz in der Schlussviertelstunde verlassen.

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