HSV-Trainer Hecking lässt sich trotz Niederlagen nicht aus der Ruhe bringen

Hamburg - Der Hamburger SV kassierte zuletzt beim VfL Osnabrück und zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim zwei Niederlagen in Folge. Für Trainer Dieter Hecking ist das kein Grund zur Besorgnis.

HSV-Trainer Dieter Hecking bewahrt die Ruhe.
HSV-Trainer Dieter Hecking bewahrt die Ruhe.  © Axel Heimken/dpa

"Unsere Ausgangssituation ist immer noch gut", sagte der 55-Jährige.

Der HSV befindet sich nach 16 Spieltagen immer noch auf einem direkten Aufstiegsplatz, auch wenn die Verfolger ihm dicht auf den Fersen sind.

Besonderen Druck spürt er daher nicht. "Druck hat man als Sportler immer. Ich lasse mich aber nicht aus der Ruhe bringen", erklärte Hecking. "Davon bin ich im Moment noch weit entfernt. Im Saisonfinale spürst du Druck, wenn du auch auf die Konkurrenz schauen musst." Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Elbe hinauf fließen.

Erst einmal lautet der Gegner zum Hinrunden-Abschluss SV Sandhausen. Der Tabellen-Achte überzeugte in den vergangenen Wochen mit einem Punktgewinn bei Arminia Bielefeld und einem Heimsieg über den VfB Stuttgart. Der HSV ist also gewarnt.

"Das wird kein Selbstläufer. Sandhausen hat eine gute Zweitliga-Mannschaft, die uns alles abverlangen wird", beschrieb Hecking den Gegner.

Hecking kritisiert fehlende Läufe in die Tiefe

Stürmer Lukas Hinterseer kann die beiden vergangenen Niederlagen kaum fassen.
Stürmer Lukas Hinterseer kann die beiden vergangenen Niederlagen kaum fassen.  © Axel Heimken/dpa

Wichtig sei es laut Hecking, endlich einmal wieder in einem Spiel in Führung zu gehen. Dies war zuletzt Anfang November beim 1:1-Unentschieden beim SV Wehen-Wiesbaden der Fall. "Wir haben aber auch die Qualität Spiele zu drehen", schob er nach. Bestes Beispiel: der 2:1-Heimsieg über Dynamo Dresden Ende November.

"Es gibt eben solche Phasen. Natürlich sind wir mit den zwei Niederlagen in Folge nicht zufrieden, aber es gilt die richtigen Schlüsse zu ziehen", sagte der Übungsleiter.

Als Haupt-Kritikpunkt sah der HSV-Trainer die fehlenden Läufe in die Tiefe, die am Freitag intensiv geübt wurden. "Mit dem Rücken zum Tor ist es für den Gegner einfach zu verteidigen, er muss, wie gegen Heidenheim, nicht viel machen", erklärte Hecking, der aber auch betonte: "Die Ideen waren da, aber die Laufwege müssen auch gemacht werden."

Ein fehlendes Engagement seiner Truppe aufgrund der nahenden Winterpause sah Hecking unter der Woche im Training nicht. "Wir sind gut drauf. Es ist jetzt nicht so, als hätten wir die Gans schon in den Ofen geschoben. Das war nicht zu erkennen", sagte er.

Er hofft, dass die Mannschaftsleistung insgesamt wieder besser werde, damit auch jeder einzelne Spieler wieder besser wird. "Es geht nur über Geschlossenheit", erklärte Hecking. Das Spiel in Sandhausen wird zeigen, wie weit die Mannschaft nach den jüngsten Rückschlägen ist.

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