HSV neuer Spitzenreiter! Souveräner Sieg gegen Fürth

Hamburg - Tabellenführer! Der Hamburger grüßt nach dem 2:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth wieder vom Platz an der Sonne. Den nie gefährdeten Erfolg vor 44180 Zuschauern im Volksparkstadion machten Jeremy Dudziak (49.) und Sonny Kittel (85.) klar.

Jeremy Dudziak schirmt den Ball gegen Julian Green ab.
Jeremy Dudziak schirmt den Ball gegen Julian Green ab.  © Daniel Bockwoldt/dpa

HSV-Trainer Dieter Hecking nahm im Vergleich zum 2:2-Unentschieden bei Jahn Regensburg zwei Änderungen vor. Für den verletzten Innenverteidiger Gideon Jung rückte Startelf-Debütant Timo Letschert in die Mannschaft.

Zudem ersetzte Bakery Jatta den zuletzt leicht formschwachen Sonny Kittel.

Nach schwachem Beginn beider Mannschaften zog der HSV plötzlich die Zügel an und erspielte sich Chancen im Minutentakt.

Die größte Möglichkeit zur Führung besaß Martin Harnik (16. Minute). Jatta eroberte auf links den Ball gegen Maximilian Sauer, legte ihn ins Zentrum zu Aaron Hunt, der direkt weiter auf Martin Harnik leitet.

Der Österreicher nahm die Kugel an, ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und verzog dann aber freistehend aus sieben Metern. Das musste die Führung sein!

In de Folge verpuffte die Anfangsoffensive des HSV, in der Harnik (9.), Dudziak (10.), Hunt (11.) und Fein (14.) zuvor Chancen ausließen.

Von den Gästen aus Fürth kam bis dahin gar nichts. Das lag in erster Linie allerdings am eigenen Unvermögen, als am HSV, der nach einer halben Stunde wieder stärker wurde.

Dudziak erlöst den HSV

Jeremy Dudziak jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer.
Jeremy Dudziak jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Erst scheiterte Linksverteidiger Tim Leibold mit einem Distanzschuss (31.), kurze Zeit später prüfte Fürth-Vertedigier David Raum seinen eigenen Schlussmann, als er den Ball nach einem Jatta-Pass aufs eigene Tor schoss. Wo früher ein Rückpass gepfiffen wurde, blieb die Pfeife des Schiedsrichter heutzutage stumm.

Und wie es im Fußball immer so ist: Machst du die Dinger vorne nicht rein, zappelt der Ball plötzlich im Netz. So auch in der 36. Minute im Volksparkstadion.

Fürth-Angreifer Havard Nielsen verlängerte einen Einwurf auf Tobias Mohr, den den Ball vorbei an Daniel Heuer Fernandes ins Tor schoss. Doch der Treffer zählte zum Glück für den HSV nicht. Mohr stand zuvor im Abseits. Durchatmen auf den Rängen!

Bis zur Halbzeit geschah auf dem Platz nicht mehr allzu viel, sodass es beim 0:0 blieb. Der HSV hatte bis dato alles unter Kontrolle, lediglich das Tor fehlte. Die Fürther wurden zwar gegen Ende der Halbzeit mutiger, aber insgesamt war das zu wenig.

Nach 49 Minuten konnte der HSV seine Dominanz endlich in ein Tor ummünzen. Nach dem bis dato schönsten Angriff des Spiels bebte der Volkspark.

Jatta legte den Ball Leibold den Ball in den Lauf, seine scharfe Hereingabe versenkte Dudziak per Flugkopfer ins Fürther Tor. Da war sie, die hochverdiente Führung für den HSV.

Mangelnde Chancenauswertung hielt Fürth lange am Leben

HSV-Trainer Dieter Hecking konnte im Großen und Ganzen zufrieden sein.
HSV-Trainer Dieter Hecking konnte im Großen und Ganzen zufrieden sein.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Die Hamburger kontrollierten nun zwar die Partie, verpassten es jedoch nachzulegen. Und dann musste plötzlich Keeper Daniel Heuer Fernandes seine Vorderleute retten. In der 65. Minute tauchte Mohr völlig frei vor ihm auf, doch der HSV-Schlussmann blieb im Eins-gegen-Eins Sieger.

Weil sich auf dem Rasen nicht mehr viel tat, versuchte HSV-Trainer Hecking neue Impulse zu setzen.

Er brachte nach 72 Minuten Kittel für Kapitän Hunt.

Das Einzige, was man dem HSV bis dahin vorwerfen musste, war die mangelnde Chancenauswertung.

Nur so blieb Fürth überhaupt im Spiel und die Spannung halbwegs aufrechterhalten.

Doch in der 85. Minute war es endlich so weit. Adrian Fein schickte Kittel, der den Ball wunderschön aus der Luft nahm und ihn über Keeper Burchert ins Tor lupfte. Damit war die Messe gelesen.

Und dabei blieb es auch nach 90 Minuten. Mit dem Dreier holte sich der HSV die Tabellenführung vom VfB Stuttgart, der am Freitag überraschend gegen den Tabellenletzten SV Wehen-Wiesbaden verlor, zurück.

Der HSV-Sieg war aber auch für Trainer Hecking eine besondere Sache. In seinem neunten Duell mit dem Kleeblatt in der zweiten Liga holte der 55-Jährige erst seinen zweiten Sieg (dazu ein Remis und sechs Niederlagen).

Für den HSV geht es nach der Länderspielpause am 21. Oktober mit dem Spitzenspiel auf der Bielefelder Alm gegen die Arminia weiter.

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