HSV: Diese Spieler müssen gehen, diese könnten kommen!

Hamburg - Das Transferfenster ist wieder geöffnet! Beim Hamburger SV sind die Verantwortlichen trotz des zweiten Tabellenplatzes offen für Verstärkungen und Abgänge.

Osnabrücks Felix Agu (links) hat sich in den HSV-Fokus gespielt.
Osnabrücks Felix Agu (links) hat sich in den HSV-Fokus gespielt.  © Guido Kirchner/dpa

"Es besteht Konsens darüber, dass wir etwas machen könnten, wenn wir glauben, dass es der richtige Weg ist", sagte HSV-Boss Bernd Hoffmann kurz vor Weihnachten.

Klar ist, dass beim Hamburger SV vor allem auf zwei Positionen Bedarf besteht: hinten rechts und in der Offensive.

Durch die schweren Verletzungen von Jan Gyamerah (Wadenbeinbruch) und Josha Vagnoman (Fußbruch) ist die Position rechts in der Viererkette vakant. Da mit einer Rückkehr der beiden Verteidiger erst Mitte der Rückrunde zu rechnen ist, fehlen die echten Alternativen auf der Position.

Der eigentlich offensiv agierende Khaled Narey füllte den Posten hinten rechts zuletzt aus, machte seine Sache dabei aber recht ordentlich. Dennoch soll ein echter Ersatz her.

Im Gespräch ist Felix Agu von Liga-Konkurrent VfL Osnabrück. Das 20-jährige Eigengewächs absolvierte bereits 13 Partien in dieser Saison und legte fünf Treffer auf. Doch nicht nur der HSV hat ein Auge auf deutschen U21-Nationalspieler (zwei Länderspiele) geworfen. Auch die beiden Nordrivalen Werder Bremen und VfL Wolfsburg sind an Agu interessiert.

In der Offensive sieht die Situation anders aus. "Aber wenn, dann sollte es ein Stürmer sein, der ein anderes Element einbringt als diejenigen, die wir haben", erklärte HSV-Sportdirektor Jonas Boldt.

Pollersbeck, Wood und Papa vor Abschied

Bobby Wood (links) und Kyriakos Papadopoulos haben beim HSV keine Zukunft mehr.
Bobby Wood (links) und Kyriakos Papadopoulos haben beim HSV keine Zukunft mehr.  © Montage: Axel Heimken/dpa, Arne Dedert/dpa

Kurzzeitig wurde dem Zweitligisten ein Interesse an Union Berlins Stürmer Sebastian Andersson (acht Saisontore) nachgesagt. Doch es ist kaum vorstellbar, dass der Schwede den Gang in die zweite Liga zum derzeitigen Zeitpunkt antreten wird.

Bei Schalkes Steven Skrzybski soll ebenfalls ein Interesse vorgelegen haben, doch der Stürmer entschied sich für einen Liga-Verbleib und schloss sich auf Leihbasis Fortuna Düsseldorf an.

Auf der anderen Seite könnten auch einige Spieler den HSV verlassen. Allen voran Julian Pollersbeck. Der 25-Jährige ist nur noch Torwart Nummer drei und fristet ein Dasein auf der Tribüne oder bei der U23 in der Regionalliga.

Angeblich suchen die beiden Berliner Vereine nach einem neuen Keeper. Pollersbeck könnte bereits im Winter wechseln und spätestens zur kommenden Saison bei beiden Vereinen zur neuen Nummer eins aufsteigen.

Seinen Berater Roger Wittmann soll er zumindest damit beauftragt haben, Augen und Ohren offen zu halten.

Ähnlich sieht die Situation bei Stürmer Bobby Wood aus. Eigentlich spielt der US-Boy keine Rolle mehr. In seinen sechs, teilweise sogar Startelf-Einsätzen, konnte er keineswegs überzeugen. Ein Abgang wäre vor allem aufgrund seines Gehaltes aus HSV-Sicht wichtig.

Gleiches gilt für Verteidiger Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche wurde in die U23-Mannschaft degradiert und steht auf der Abschlussliste. Die Interessenten stehen allerdings nicht Schlange. Kurzzeitig wurde über ein mögliches Wiedersehen mit Ex-Coach Markus Gisdol beim 1. FC Köln gesprochen, doch es entpuppte sich als Luftblase.

Update: 10.45 Uhr: Schlägt der HSV bei Heckings Ex-Club Gladbach zu?

Fabian Johnson (rechts) kommt in dieser Saison bei Borussia Mönchengladbach nur noch selten zum Einsatz.
Fabian Johnson (rechts) kommt in dieser Saison bei Borussia Mönchengladbach nur noch selten zum Einsatz.  © Marius Becker/dpa

Die HSV-Verantwortlichen haben für die Rechtsverteidiger-Position neben Felix Agu einen weiteren Spieler in den Fokus genommen. Kandidat ist laut Abendblatt Fabian Johnson vom Bundesliga-Zweiten Borussia Mönchengladbach.

Der 32-Jährige kam in dieser Saison, auch aufgrund von Verletzungen, auf nur vier Einsätze. Seine Chancen für die Rückrunde stehen unter Trainer Marco Rose nicht besser.

Daher befasst sich US-Amerikaner mit einem Wechsel im Winter. Wie passend, dass beim HSV ausgerechnet sein Ex-Trainer an der Seitenlinie steht und auf der Position akuter Bedarf besteht. Bereits im Sommer dachte Dieter Hecking über einen Wechsel seines ehemaligen Schützlings an die Elbe nach.

Johnson bestritt unter dem 56-Jährigen zwischen 2017 und 2019 29 Bundesliga-Spiele, da meisten davon als Rechtsverteidiger.

Titelfoto: Montage: Axel Heimken/dpa, Arne Dedert/dpa, Guido

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