Geht ja gut los! HSV vergeigt Zweitliga-Auftakt mit 0:3-Pleite gegen Kiel

Hamburg - Unglückliche Niederlage für den HSV: Zum Ligastart verpasste das Team von Christian Titz trotz vieler Großchancen in Halbzeit eins einen Start nach Maß. Kiels Meffert, Kinsombi und Honsak schickten die Hamburger in der zweiten Halbzeit auf die Verliererstraße. Am Ende gab es eine deutliche 0:3 (0:0)-Niederlage.

Mit einer beeindruckenden Choreografie empfingen die Hamburger Fans ihr Team.
Mit einer beeindruckenden Choreografie empfingen die Hamburger Fans ihr Team.  © DPA

Wie bereits am Tag vor der Partie befürchtet, konnte Routinier Aaron Hunt wegen Wadenproblemen nicht auflaufen. Für ihn rutschte Neuzugang Jairo in die Startelf. Youngster Jann-Fiete Arp wurde für die U21 abkommandiert und spielte am Abend gegen die Zweite Mannschaft von Werder Bremen.

Die 57.000 Fans im Volksparkstadion sahen besonders in der Anfangsviertelstunde einen offensiven HSV, der sich Großchancen im Minutentakt erspielte. Zum Leidwesen der Fans fehlte den Rothosen allerdings in vielen Aktionen die Genauigkeit.

Die erste gute Möglichkeit hatte Ito in der 3. Minute. Der Japaner zog vom linken Flügel nach innen und schloss ab. Der Ball rauschte nur wenige Meter am Tor vorbei. Nur drei Minuten später vergab Jairo, als er auf Gäste-Keeper Kronholm zulief, das Spielgerät dann aber neben das Gehäuse setzte.

Als Pechvogel entpuppte sich Narey der zwei Mal die Führung auf dem Fuß hatte (19. und 35. Minute), aber ebenfalls scheiterte.

Jonas Meffert (Nummer 26) dreht jubelnd ab, nachdem er zum 1:0 getroffen hat. Der HSV konsterniert.
Jonas Meffert (Nummer 26) dreht jubelnd ab, nachdem er zum 1:0 getroffen hat. Der HSV konsterniert.  © Imago

Wie von HSV-Trainer Christian Titz prognostiziert versteckten sich die Kieler nicht, sondern spielten mutig nach vorne. Vor allem über die linke Seite setzten die Störche immer wieder Nadelstiche. Insbesondere Flügelspieler Honsak entpuppte sich als Unruheherd.

In der 31. Minute musste Sakai in höchster Not vor dem einschussbereiten Österreicher klären, nachdem eine Kopfballverlängerung von van Drongelen das Abseits aufgehoben hatte. Vier Minuten später war es erneut der 21-jährige Honsak, der diesmal aber am Außennetz scheiterte.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Doch diesmal waren die Kieler die gefährlichere Mannschaft.

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnte Pollersbeck gerade noch auf der Linie klären. Doch in der 56. Minute war der HSV-Keeper machtlos, als sich Kiels Meffert in den Strafraum dribbelte und den Ball im rechten Winkel versenkte.

HSV-Chefcoach Christian Titz reagierte sofort auf den Rückstand und schickte für Bates und Jairo Sturmtank Pierre-Michel Lasogga und Mittelfeld-Youngster Jonas David aufs Feld. Doch das 0:1 schien die Mannschaft zu beschäftigen. Zwar gaben sich die Rothosen nicht auf, mit mit der Zeit schlichen sich aber immer mehr Abspielfehler und Unkonzentriertheiten in das HSV-Spiel ein, während die Kieler durch die Führung reichlich Oberwasser bekamen.

In der 78. Minute dann die Entscheidung: Kiels Neuzugang Lee legte im Strafraum quer, der eingewechselte Kinsombi musste nur noch einschieben.

Den Schlusspunkt setzte dann der starke Honsak, der in der Nachspielzeit einen Konter zum 0:3 Endstand vollendete.

Matti Steinmann (rechts) gegen den Kieler Jae-Sung Lee im Zweikampf.
Matti Steinmann (rechts) gegen den Kieler Jae-Sung Lee im Zweikampf.  © DPA

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