Diese Fußball-Nerds starten schon jetzt in die neue Saison

Ein Team der HTWK Leipzig tritt ab Mittwoch in Japan gegen Robo-Kicker aus aller Welt an.
Ein Team der HTWK Leipzig tritt ab Mittwoch in Japan gegen Robo-Kicker aus aller Welt an.  © DPA, Leipziger Messe GmbH

Leipzig/Nagoya - Während die Profis von RB Leipzig im österreichischen Trainingslager schwitzen, kämpft ein anderes Leipziger Fußballteam ab Mittwoch in Japan um Ruhm und Ehre.

Wer dabei auf Blutgrätschen und Rudelbildung hofft, könnte aber schwer enttäuscht werden. Denn die Leipziger Fußballmannschaft besteht aus 50 Zentimeter großen Robotern. Ein Team der HTWK Leipzig tritt im japanischen Nagoya beim RoboCup 2017 an.

Was erst einmal nach einer Kinderei klingt, ist in Wirklichkeit der Kampf zwischen Wissenschaftlern und Programmierern aus aller Welt. Denn die Roboter sind allesamt baugleich - nur das programmierte Innenleben unterscheidet, ob sie Goalgetter oder Chancentod werden.

In ihrer Paradedisziplin, der sogenannten "Standard Platform" gehören die Leipziger seit vielen Jahren zur absoluten Weltspitze. Beim letzten RoboCup, der sogar in der Messestadt ausgetragen wurde, landete das Team am Ende auf Platz drei. Nur die Roboter der Universität Bremen und der University of Texas at Austin waren damals besser.

Für ihren Trip nach Japan hat sich das HTWK-Team viel vorgenommen. Man habe an der Optimierung der Kopfbewegungen gearbeitet, damit die Fußball-Roboter den Ball hoffentlich schneller fänden, erklärte Professor Klaus Bastian, der das Team als Hochschullehrer betreut. Außerdem arbeiten die Fußball-Nerds nach eigenen Angaben an einer Sound-Kommunikation während des Spiels, um vom derzeit noch benötigten WLAN unabhängig zu werden.

Natürlich will das Team der HTWK im Fernen Osten erneut in die Medaillenränge vorstoßen. Um das Sommermärchen - Ausgabe Robo-Kicker - wahr zu machen, müssen sich die Leipziger gegen 23 Teams durchsetzen, darunter fünf weitere aus Deutschland.


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