Sechs Spieltage vor Schluss: Dieser Club mit vielen Deutschen ist abgestiegen!

Huddersfield (England) - Das war's! Huddersfield Town ist aus der Premier League abgestiegen. Durch eine 0:2-Niederlage bei Crystal Palace am frühen Samstagabend ist die Mannschaft vom deutschen Coach Jan Siewert nicht mehr zu retten.

Der Ex-Chemnitzer und Dortmunder Chris Löwe ist mit Huddersfield Town aus der Premier League abgestiegen.
Der Ex-Chemnitzer und Dortmunder Chris Löwe ist mit Huddersfield Town aus der Premier League abgestiegen.  © DPA

Obwohl der Ex-Trainer von Borussia Dortmund II, der Jürgen Klopps Trauzeugen David Wagner abgelöst hatte (TAG24 berichtete), gleich drei Deutsche in die Startformation berufen hatte, musste Huddersfield die nächste Pleite hinnehmen.

Weder Christopher Schindler (ehemals TSV 1860 München), noch Erik Durm (Borussia Dortmund) oder Chris Löwe (Chemnitzer FC, 1. FC Kaiserslautern und BVB) konnten die Niederlage verhindern.

Später wurden mit Danny Williams (TSG 1899 Hoffenheim) und Elias Kachunga (Hertha BSC) weitere hierzulande bekannte Kicker eingewechselt.

Auch sie konnten für keine Wende mehr sorgen. Gegen Crystal Palace, wo der frühere Schalker Max Meyer eine Halbzeit lang spielte, gab es die 24 Saisonniederlage im 32. Premier-League-Spiel - viel zu viel, um sich noch Hoffnungen machen zu können.

Mit gerade mal 14 Punkten steht Huddersfield abgeschlagen auf dem 20. und damit letzten Tabellenplatz. Mit nunmehr 19 Punkten Rückstand bei nur noch sechs auszutragenden Spielen ist der Abstieg endgültig besiegelt.

Obwohl die aktuelle Spielzeit als Seuchensaison bezeichnet werden kann, hat der sympathische Verein in England viele Herzen gewonnen, weil er das vorhandene Geld nicht zum Fenster rausschmiss, sondern nach und nach eine konkurrenzfähige Mannschaft aus vergleichsweise unbekannten Kickern formte.

Deutsche sorgten für Erfolg; Seuchsensaison offenbart überall Schwächen

Auch die Anweisungen von Ex-Löwe Christopher Schindler konnten Huddersfield Town nicht in der englischen Eliteklasse halten.
Auch die Anweisungen von Ex-Löwe Christopher Schindler konnten Huddersfield Town nicht in der englischen Eliteklasse halten.  © DPA

Daran hatte Wagner, der von Klopp wärmstens empfohlen worden war, großen Anteil.

Wie sein Nachfolger Siewert wechselte er von der U23 des BVB nach England. Ab dem 9. November 2015 war der gebürtige Frankfurter bei den "Terriers" tätig.

In der ersten Saison wurde der Klassenerhalt in der zweiten englischen Liga Championship gerade so geschafft (19. Platz).

Im Sommer 2016 konnte sich Wagner ein Team nach seinen Vorstellungen zusammenstellen - und sorgte für eine der größten Überraschungen im englischen Profifußball in den vergangenen Jahren: Am Ende der Saison stand der Aufstieg dank eines 4:3-Erfolges im Elfmeterschießen gegen den FC Reading im Play-off-Finale.

Obwohl Ex-Dynamo-Dresden-Spieler Michael Hefele seinen Elfmeter verschoss, siegte Huddersfield dank des entscheidenden Elfmetertreffers von Schindler und stieg auf.

In der vergangenen Saison wurde der Klassenerhalt in der Premier League dann mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln und Spielern dank eines starken Starts geschafft (16. Platz). In dieser Spielzeit wussten die gegnerischen Trainer, worauf sie sich einstellen mussten. Das Team war zudem individuell einfach zu schwach besetzt und durch den Negativstrudel zusätzlich verunsichert.

Dazu kommt eine Defensive mit krassen individuellen Aussetzern und eine fast schon unglaubliche Ungefährlichkeit vor dem gegnerischen Kasten! Ein Torverhältnis von 18:59 spricht Bände und verdeutlicht, warum die "Terriers" letztlich absteigen müssen.

Trainer Jan Siewert (l.) konnte Huddersfield Town nicht mehr vor dem Premier-League-Abstieg retten. Die Fans waren dementsprechend traurig. (Bildmontage)
Trainer Jan Siewert (l.) konnte Huddersfield Town nicht mehr vor dem Premier-League-Abstieg retten. Die Fans waren dementsprechend traurig. (Bildmontage)  © DPA

Titelfoto: DPA

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