Amt streicht krebskranker Frau die Unterstützung

Christina Witzel mit ihrer Tochter Emma-Su (5).
Christina Witzel mit ihrer Tochter Emma-Su (5).

Huenfeld - Vor gut einem Jahr erhielt Christina Witzel (26) aus Hessen die niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Doch neben dem Kampf gegen die Krankheit muss sie auch noch ein anderes Gefecht austragen. Eines mit dem Jobcenter.

Die Mutter wohnt mit ihrer Tochter Emma-Su (5) in einer bescheidenen Wohnung, kann sich wegen ihrer fortgeschrittenen Krankheit nicht rund um die Uhr um ihre Tochter kümmern. Die Tabletten, die sie nimmt, schwächen sie so stark, dass sie darauf angewiesen ist, dass ihre Tochter in den Kindergarten geht. Die Medikamente, der Kita-Platz, die Miete...

Da kommt für Christina Einiges zusammen.

Finanzielle Unterstützung hat sie dringend notwendig. Und jetzt legt ihr das örtliche Jobcenter auch in dieser Hinsicht noch Steine in den Weg.

Denn wie der Focus berichtet, wollte ihr das Amt die für sie immens wichtigen 20 Euro Krankengeld pro Tag untersagen. Doch das wäre geradezu existenzbedrohend gewesen. Deshalb kämpfte die 26-Jährige verbissen um ihre freiwillige Versicherung. Der Kampf hat sich gelohnt. Inzwischen hat sie ein Schreiben vom Kreisjobcenter erhalten, dass ihre Krankenversicherung wieder Gültigkeit besitzt, die 20 Euro täglich wieder auf ihr Konto fließen.

Vorerst muss sich die Mutter also nur noch mit dem Brustkrebs auseinandersetzen. Bei diesem Kampf wünschen wir ihr dieselbe Widerstandskraft wie beim Kampf um ihre freiwillige Versicherung.


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