Britin ging durch Hölle: Teenagerin durfte nicht einmal Zähneputzen

Hull (Großbritannien) - Die Details im Rahmen der Gerichtsverhandlung sorgen für Fassungslosigkeit. Ein Brite hat seine frühere Freundin psychisch missbraucht. Selbst alltägliche Dinge wurden dem Mädchen verboten.

Die junge Britin wurde Opfer einer schrecklichen Tat. (Symbolbild)
Die junge Britin wurde Opfer einer schrecklichen Tat. (Symbolbild)  © 123RF

Durch welche Hölle die Teenagerin während der Beziehung zum Angeklagten, Tobias Coggin, gegangen sein muss, wurde in Großbritannien nun vor Gericht deutlich, wie Mirror berichtet.

Im Rahmen des Prozesses wurde unter anderem bekannt, dass die Schülerin keine saubere Kleidung tragen durfte, auch das Waschen der eigenen Haare war über weite Strecken tabu. Selbst vor dem Zähneputzen musste sie die Erlaubnis des inzwischen 20-jährigen einholen.

Dieser ließ die junge Frau auch nur dann ein Bad nehmen, wenn er selbst auf dem Klodeckel saß und sie dabei beobachtete. Jeden Teil ihres Lebens kontrollierte Coggin. Besonders schlimm wurde es, als sich das Ende der Beziehung andeutete.

Nachdem sich die Teenagerin trennen wollte und dies mitteilte, drohte ihr damaliger Freund ihr gar mit dem Tod. Auch einen möglichen Selbstmord soll er immer wieder als Druckmittel missbraucht haben.

Dabei habe alles völlig normal begonnen, berichtete das Mädchen vor Gericht. Das erste Date fand bei McDonalds statt, auch danach benahm sich Coggin laut Aussagen zunächst wie ein Gentleman. Mit der Dauer änderte sich dies jedoch.

Der Kontakt mit männlichen Freunden wurde immer weiter unterbunden, das damals 15-jährige Opfer weitgehend isoliert. Mehrfach beschuldigte der Brite sie, ihn betrogen zu haben oder dies zu wollen. Jedes Mal wurden die Restriktionen schlimmer.

Um eine Gefängnisstrafe kam Coggin allerdings herum. Denn der Richter, David Tremberg, attestierte dem geständigen Angeklagten einen "guten Charakter". Gleichzeitig kündigte er jedoch an, dass dieser bei der "kleinsten Verfehlung" sofort hinter Gittern landen würde: "Wäre ich in Ihren Schuhen, dann würde ich diese Strafe heute als letzte Chance ansehen."

Zusätzlich darf Coggin, der nun offiziell vorbestraft ist, mit seinem Opfer zwei Jahre lang keinerlei Kontakt aufnehmen. Er muss 30 Tage in Rehabilitation und im Anschluss daran an einem "Beziehungs"-Kurs teilnehmen.


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