Hund nach 14 Jahren mit seiner Familie wiedervereint

Houston/Fort Worth (USA) - Wenn Tiere verschwinden, suchen ihre Besitzer häufig vergebens nach ihnen. Doch im Fall eines Hundes aus Texas gab es tatsächlich eines der seltenen Wunder.

Ein junger Yorkshire Terrier Mix verschwand vor 14 Jahren spurlos. (Symbolbild)
Ein junger Yorkshire Terrier Mix verschwand vor 14 Jahren spurlos. (Symbolbild)  © 123RF / rfranca

Während Deutschland im Jahr 2006 freudetrunken einen Sommer erlebte, dem man später den Zusatz Märchen verleihen sollte und Angela Merkel das erste Jahr ihrer Kanzlerschaft vollendete, verschwand in US-Bundesstaat Texas ein kleiner Hund.

Der Yorkshire Terrier Mix Remington (Remi) war noch fast ein Welpe, als er eines Tages vor dem Haus seines Besitzers Aaron Webster geklaut wurde.

Im Gespräch mit dem Lokalsender abc13 erinnert er sich noch heute an ein Erlebnis mit ihm, als wäre es erst gestern gewesen:

"Ich habe ihn als Geschenk von meiner Frau bekommen. Ich hatte immer große Hunde, aber er verdiente meinen Respekt, als ich die Hintertür öffnete und er eine Schlange im Maul hatte. Er war hart."

Doch dann war das Tier plötzlich weg. Was genau passiert ist, weiß seine Familie bis heute nicht: "Vielleicht hat ihn ein Falke gepackt und er ist entkommen. Wir werden es nie erfahren."

Nachdem sie ihn gesucht und nie wiedergefunden hatten, gaben sich die Websters irgendwann mit dem schlimmstmöglichen Schicksal ab.

14 Jahre später: Plötzlich war Remington wieder da

Aaron Webster hat seinen Hund Remi wieder.
Aaron Webster hat seinen Hund Remi wieder.  © Screenshot/Facebook/Saving Hopes

Doch 14 Jahre später geschah das Wunder. Die Organisation Fort Worth Animal Care fand auf den Straßen ihrer Stadt einen Streuner, der in einem erbärmlichen Zustand war. Der Hund hatte keine Zähne mehr und war zudem blind und abgemagert.

Mithilfe ihrer Partner von Saving Hope konnte der Mikrochip des Vierbeiners ausgelesen werden. Eine der darauf hinterlegten Nummern funktionierte noch und führte direkt zu Aaron Webster:

"Nach einigen Nachforschungen wurde der ursprüngliche Besitzer gefunden und wir nahmen Kontakt auf. ES WAR REMINGTON", teilte eine begeisterte Helferin NBC5 mit.

Ein weiterer Helfer ergänzt: "Man konnte die Emotionen in seiner Stimme hören. Sie wollten ihn zurück."

Vor einigen Tagen kam es dann zur emotionalen Wiedervereinigung. Ganze 418 Kilometer musste Aaron nach Fort Worth fahren, um seinen Hund endlich wieder in den Armen halten zu können.

Neben ihm freuen sich auch seine inzwischen drei Kinder über das neue alte Familienmitglied.

So geht es Remi inzwischen

Trotz aller Freude fragt sich Webster, warum kein Tierarzt in den letzten 14 Jahren auf die Idee gekommen ist, die Mikrochips auszulesen.

Zum aktuellen Zustand von Remi sagt er: "Er will die ganze Zeit bei uns sein. Er hat Energie, isst gut und will draußen sein. Er bekommt seine Persönlichkeit zurück."

Auch mit seiner Blindheit kommt der Vierbeiner gut zurecht, kann Stufen laufen und erinnert sich daran, wo sich Dinge befinden.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Saving Hopes

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