In diesem Hotel wird (fast) jede Woche ein Hund adoptiert

Palm Springs (USA) - Weil in den USA über eine Million Hunde jedes Jahr nicht aus Tierheimen vermittelt und deshalb eingeschläfert werden, werden nun immer mehr Hotels kreativ.

Ein Hund in der Adoptions-Hütte des Hotels.
Ein Hund in der Adoptions-Hütte des Hotels.  © Westin Mission Hills Golf Resort & Spa

Die Zahl von hundefreundlichen Hotels nimmt in den USA immer weiter zu. Manche Häuser gehen aber einen Schritt weiter, als nur die Vierbeiner zu dulden.

Ein solches Paradebeispiel ist das "Westin Mission Hills Golf Resort & Spa" in Palm Springs. In Kooperation mit dem örtlichen Tierheim bietet das Hotel nämlich in der Lobby einen Hund zur Adoption an.

Und das ist keine einmalige Aktion: 144 Tiere wurden auf diese Art bereits aus dem Tierheim-Hotel an Familien vermittelt.

In der Lobby des Hotels befindet sich ein spezielles Kissen für den Hund, der in dieser Woche in dem Haus leben darf. Rund herum steht eine Hundehütte, die aussieht, wie das Hotel selbst.

Nach der Woche sind die Tiere meistens schon vermittelt. Falls nicht, gehen sie wieder zurück und tauschen ihren Platz mit einem anderen Tierheim-Hund.

"Ich glaube, 30 Hotelangestellte haben über die Jahre selbst Hunde aus der Lobby adoptiert", sagt Raquel Wood, Leiterin des Westin-Hotels zum Süddeutsche Zeitung Magazin. Grund dafür soll sein, dass sich die Angestellten um die Tiere kümmern und "dann verliebt man sich halt", wie Wood sagte.

Um die Tiere kümmern sich jedoch nicht nur die Mitarbeiter des Resorts, sondern vorrangig sogar die Gäste der Anlage.

Familien werden geprüft, bevor sie einen Hund bekommen

Die Hunde können im Hotelzimmer auf speziellen Kissen nächtigen.
Die Hunde können im Hotelzimmer auf speziellen Kissen nächtigen.  © Westin Mission Hills Golf Resort & Spa

Spazierengehen, Füttern und Streicheln können die Hotelgäste zu jeder Zeit mit den Hunden. Dafür liegt an der Rezeption eine Liste, in die man sich eintragen kann. Gerade bei Kindern kommt das gut an, erklärte Wood.

Den Hotelgästen steht es auch frei, ihre eigenen Hunde mitzubringen. Für das Zimmer gibt es dann besondere Hunde-Kissen, im Restaurant des Hauses eine Menü-Karte für Vierbeiner und die ganze Anlage des Resorts lädt zum Herumtollen ein.

Und genau deshalb entschloss man sich dazu, Hunde zu vermitteln. Da dies immer in enger Zusammenarbeit mit dem Tierheim geschieht, wird auch sichergestellt, dass die Vierbeiner in der Zukunft gut aufgehoben sind.

Es werden Interviews geführt, Fragebögen ausgewertet und geprüft, wie die Rahmenbedingungen Zuhause aussehen. Erst, wenn alles passt, geben die Tierschützer grünes Licht.

Weil das gut ankommt, ziehen mittlerweile immer mehr Hotels mit: Wer im "Westin" in La Paloma adoptiert, erhält kostenfrei eine höherwertigere Zimmerkategorie. Das "Inn by the Sea" in Cape Elizabeth finanziert sogar die Adoption.

Und im "Blisswood Bed and Breakfast" (alle USA) kann man sich einen Hund für die komplette Dauer seines Aufenthalts dazu buchen, einfach nur, damit sie mal aus dem Tierheim rauskommen.

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