Grausamer Tiermord: Bewährungsstrafe, nachdem Herrchen seinen Hund erhängt

Wetzlar - Es war eine Tat, die an Grausamkeit wohl kaum zu überbieten ist. Im Januar des vergangenen Jahres fand ein Spaziergänger den an einem Baum hängenden, leblosen Körper des Schäferhund-Mischlings "Asko" (TAG24 berichtete). Sein Herrchen (26) soll für den bestialischen Tiermord verantwortlich gewesen sein und stand am Dienstag vor dem Amtsgericht Wetzlar.

Mit dieser Hundeleine erhängte der 26-Jährige den armen "Asko" (Archivbild).
Mit dieser Hundeleine erhängte der 26-Jährige den armen "Asko" (Archivbild).  © Polizei Wetzlar

Wie die Hessenschau berichtete, wurde der Mann zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 3000 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Polizei schilderte die Umständen, unter denen "Asko" starb, als besonders grauenvoll. Der Besitzer des Hundes soll seinen treuen Freund in etwa zwei Meter Höhe an der eigenen Leine aufgehängt haben.

Dessen Hinterläufe und Gesäß berührten dabei noch den Boden - ein umgehender Tod des Tieres war somit aller Voraussicht nach unmöglich. Das Herrchen hatte die Tat bereits gestanden. Das Motiv seien persönliche Probleme gewesen (TAG24 berichtete). Er habe seine private und berufliche Situation als derart belastend empfunden, dass er das Tier in dem abgelegenen Waldstück bei Schöffengrund an einem Baum aufgehängt habe.

Die kahl rasierte Stelle an einem der Beine des Schäferhund-Mischlings ließen auf eine vorangegangene Bein-OP schließen. Die damit verbundene intensive Pflege des Tieres habe den psychischen Druck auf den 26-Jährigen wohl noch zusätzlich erhöht - der einzige Ausweg war für ihn somit die Ermordung seines Hundes.

Die erhobene Geldstrafe soll zugunsten des Naturschutzbundes (NABU) gespendet werden.

Titelfoto: Polizei Wetzlar


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