Hund fällt kleines Mädchen an und zerbeißt ihr Gesicht

Worcestershire (Großbritannien)- Molly Beresford (5) wurde bestialisch von einem Hund zerfleischt, während sich ihre Eltern im Haus der Hundebesitzerin Juliet Marsh gebrauchte Möbel anschauten. Im September wurde Juliet Marsh verurteilt.

Ein Hund zerfleischte das Gesicht von Molly Beresford (5). (Symbolbild)
Ein Hund zerfleischte das Gesicht von Molly Beresford (5). (Symbolbild)  © dpa/Uwe Zucchi

Die kleine Familie Beresford war durch eine Facebook-Anzeige auf die zu verkaufenden Möbel von Hundebesitzerin Juliet Marsh aufmerksam geworden, so die "Sun".

Um sich diese genauer anzuschauen, fuhren sie zu ihrem Haus. Während sich die Eltern in Ruhe die gebrauchten Möbel anschauten, blieb Molly mit Juliet Marsh und ihrem Hund in der Küche zurück. Sie wollte sich in der Zwischenzeit um die Fünfjährige kümmern.

Sorgen machten sich ihre Mutter Charmaine Beresford und ihr Mann zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Doch dann wurde es plötzlich laut. Sie hörten ihr kleines Mädchen panisch und vor Schmerzen schreien. Mollys Eltern rannten zurück in die Küche, wo sich das kleine Mädchen befand und erlebten wohl den Schock ihres Lebens.

Blutüberströmt fanden sie ihr Mädchen vor, das kleine Gesicht völlig zerfetzt. Der Hund hatte Molly attackiert.

Scheinbar unter Schock reagierte Juliet Marsh zunächst nicht.

Charmaine Beresford musste sie mehrfach anbrüllen, bis sie endlich einen Krankenwagen rief.

Das Resultat des Hundeangriffs: zwei fette Narben im Gesicht des Kleinkindes

Die Chirurgin, die Molly behandelte und die üblen Fleischwunden nähte, riet der Mutter später, gerichtliche Schritte gegen die Hundebesitzerin einzuleiten, da es sich um einen gefährliches Tier handle.

Obwohl Charmaine Beresford genau das eigentlich nicht vorhatte, hörte sie dann doch auf den Rat der Ärztin und zeigte Juliet Marsh an.

Am 19. September wurde sie verurteilt. Ihre Strafe: 60 Stunden soziale Arbeit und eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 900 Euro. Außerdem darf der Hund nicht mehr ohne Maulkorb in die Öffentlichkeit und nicht mit Kindern unter 17 Jahren alleine gelassen werden.

Der gefährliche Hund wurde Juliet Marsh aber nicht abgenommen. "Wir waren so freundlich, sie den Hund behalten zu lassen. Ich will nur andere Leute aufklären", so Charmaine Beresford gegenüber der "Sun".

Allgemeine Angst vor Hunden hat die kleine Molly glücklicherweise auch nach dem schweren Angriff nicht. "Ich habe zwei Hunde und Molly ist einverstanden mit ihnen (...), aber wenn wir fremde Hunde in der Öffentlichkeit sehen, klammert sie sich wie ein Blutegel an mich."

Trotz der Narben sagt Charmaine Beresford sie hätten Glück gehabt. Die Attacke hätte schließlich viel schlimmer enden können.

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