Verletzte Hündin mit Welpen entdeckt, dann staunen die Retter

Bacău (Rumänien) - Es waren herzergreifende Szenen, die sich kürzlich nahe Bacău in Rumänien abspielten: Tierschützerin Laura Myatt (32) fand mit ihrem Team von "Sadies Stray Dog Rescue" eine Hündin am Straßenrand, die gerade ihre vier Welpen stillte. Kurz darauf staunten die Tierretter nicht schlecht.

Laura Myatt (32) war als erste bei der Hunde-Mama.
Laura Myatt (32) war als erste bei der Hunde-Mama.  © Facebook/Screenshot/Laura Myatt

Gerade erst hatte das Team die Tiere in ihrem Transporter untergebracht, da erspähte Laura Myatt eine schwarze Hündin, die ein gebrochenes Bein hatte.

Kaum war auch sie gerettet, entdeckten die Tierschützer, die aus Großbritannien nach Rumänien gekommen waren, fünf weitere Welpen - es handelte sich um die Kinder der schwarzen Hündin.

Zum Erstaunen der Retter lagen nur wenige Minuten zwischen den beiden Funden, berichtet aktuell "Metro". Laura Myatt glaubt, dass die erste Hunde-Mama und ihre Welpen zum Sterben ausgesetzt wurden, da neben ihnen eine große Plastiktüte lag, in die sie offenbar zuvor gesteckt wurden.

Die 32-Jährige aus dem britischen Lamport berichtete: "Als wir vorbeifuhren, sah ich sie aus dem Augenwinkel... Ich dachte, sie wäre ausgesetzt worden und entweder verletzt oder verängstigt, weil sie im Graben geblieben war... aber als wir zurücksetzten, stellten wir fest, dass sie nicht allein war."

Die Hündin war so verängstigt und kalt, dass sie nicht einmal stehen konnte, als die Retter sich ihr näherten. Laura Myatt regte sich auf: "Was wäre, wenn wir sie nicht entdeckt hätten? Was wäre, wenn wir diesen Weg heute nicht gefahren wären?"

Laura Myatt entdeckte kurz darauf die anderen Hunde

Laura Myatt rettete nur fünf Minuten später eine weitere Hündin und ihre Welpen.
Laura Myatt rettete nur fünf Minuten später eine weitere Hündin und ihre Welpen.  © Facebook/Screenshot/Laura Myatt

Doch die Suche war noch nicht beendet, wie sich nur fünf Minuten später herausstellte. Da die hinkende Hündin mit dem gebrochenen Bein eindeutig Milch produzierte, wussten die Tierretter, dass sich irgendwo auch die Welpen befinden müssten.

Das Team fand die fünf Tiere schließlich zusammengekauert auf einem Feld in der Nähe.

Zum Glück lebten die Welpen alle noch und konnten ebenso gerettet werden. Das Team dokumentierte die Rettung der Vierbeiner Ende Oktober auf Facebook mit mehreren Videos.

Das die Tierschützer mit ihrer Arbeit noch lange nicht am Ende sind, merkten sie bereits einen Tag später. Diesmal entdeckten sie einen Pappkarton mit fünf Welpen darin. Von der Mutter fehlte in diesem Fall jede Spur.

Laura Myatt und ihr Team werden in Rumänien wohl noch einiges zu tun haben.

Das Leid der Straßenhunde in Rumänien

Tausende herrenlose Hunde durchstreifen die Straßen Rumäniens. Vor allem die unkontrollierte Paarung und die zunehmende Anzahl an nicht gewollten Welpen produziert unendlich viel Leid. Seit 2014 dürfen Straßenhunde sogar per Gesetz eingefangen und nach Ablauf einer Frist von zwei Wochen getötet werden.

Laut Tierschutzbund ist das Miterleben dieser Tierquälerei auch für viele Kinder Rumäniens ein absolut traumatisierendes Erlebnis.

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