Weil er zu laut bellt! Mann bindet Hund die Schnauze mit Kabelbinder zu

Australien - Furchtbare Tierquälerei: Ein südaustralischer Mann wollte seine Schäferhündin mit einem Kabelbinder buchstäblich mundtot machen. Das Tier hätte an dem Missbrauch ersticken können.

Leinen und Halsbänder sind für Hunde ok, Kabelbinder jedoch gesundheitsgefährdend.
Leinen und Halsbänder sind für Hunde ok, Kabelbinder jedoch gesundheitsgefährdend.  © sonjachny/123RF

Der 48-jährige Mann namens Yum Ho Chan erschien vergangenen Freitag vor Gericht. Dort wurde er der Tierquälerei bezichtigt.

Nachbarn und Verwandte hatten Chan dabei beobachtet, wie er die Schnauze seiner Hündin Chloe mit einem Kabelbinder verschlossen hielt.

Einen genauen Grund für den Tiermissbrauch nannte Chan laut "Yahoo News" nicht. Womöglich bellte der Schäferhund für sein Empfinden zu laut und zu oft.

Vor dem Gericht gab Chan lediglich an, das Abnehmen des Kabelbinders schlicht und einfach vergessen zu haben, bevor er zur Arbeit ging. Den gesundheitlichen Gefahren für das Tier war er sich jedoch nicht bewusst. Abgesehen von den offensichtlichen Beeinträchtigungen - Chloe konnte mit verschlossener Schnauze weder fressen noch trinken - stellte dieses Vorgehen auch eine ernsthafte Gefahr für die Regulierung der Körpertemperatur dar.

"Hecheln ist die Hauptmethode, mit der Hunde ihren Körper kühlen, weil sie im Gegensatz zu uns Menschen kein wirksames System von Schweißdrüsen haben", sagte Dr. Brad Ward, der als Chef-Tierarzt in der Region arbeitet, in der Chan wohnt.

Da Chloe an dem Kabelbinder auch hätte ersticken können, darf Chan nun zwei Jahre lang keine Tiere besitzen. Zusätzlich muss er alle Tierarztrechnungen und Anwaltskosten in Höhe von umgerechnet etwa 1450 Euro bezahlen. Schäferhündin Chloe geht es inzwischen wieder besser.

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