Dackel-Drama: Schrecklicher Fehler kostet Hund das Leben

Davis County (USA) - Als ihr Hund "Ziggy" plötzlich Atemnot bekam und Probleme hatte, sein Essen in sich zu behalten, reagierte Andrea Martinez umgehend. Noch in den Abendstunden brachte sie ihren Vierbeiner zum Tierarzt.

Ein Hund hat aufgrund eines Missverständnisses sein Leben verloren. (Symbolbild)
Ein Hund hat aufgrund eines Missverständnisses sein Leben verloren. (Symbolbild)  © 123RF/ Mikkel Bigandt

"Es hat uns erschreckt und deshalb haben wir ihn gegen 21 Uhr zu einem Tierarzt gebracht", wird Martinez von ABC13News zitiert. In der Tierklinik wurde ihr mitgeteilt, dass ihr geliebter Dackel dringend eine Operation benötigen würde.

Dies sei zwar nicht gerade kostengünstig gewesen, aber schließlich sei Ziggy ein Teil der Familie. "Er war unser Baby, der beste Freund meiner Tochter sowie auch der meines Hundes und unserer. Geld war nicht das Problem", führte Martinez aus.

Sie ließ Ziggy deshalb in der Klinik. Es sei ihnen mitgeteilt worden, dass sie nach der Operation einen Anruf erhalten würden.

Dieser erreichte Martinez und ihre Familie gegen 2.30 Uhr in der Nacht, als ihnen mitgeteilt wurde, dass es ihr Hund leider nicht geschafft habe.

"Er (der Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung, Anm. d. Red.) redete um das Thema herum, aber er tat dies so, als hätte ich es wissen müssen", erklärte sie.

Verwirrt wurde Martinez während des Gesprächs kurz in eine Warteschleife verschoben. Als ihr Gegenüber wieder am Hörer war, folgte das Unglaubliche: "Er hat sich entschuldigt und gesagt: 'Es tut mir leid, was passiert ist. Wir haben uns geirrt und eine andere Hundebesitzerin angerufen.'"

Auch ein anderer Hund, der sich zum Zeitpunkt des Eingriffs der Klinik aufhielt, hörte angeblich auf den Namen Ziggy.

Kleines Missverständnis mit schrecklichen Folgen

"Sie waren noch mitten in der Operation, als sie die andere Person angerufen und gefragt haben: 'Es wird teurer, es wird ein ausgedehnterer Eingriff. Wollen sie, dass wir weiter machen oder sollen wir ihn gehen lassen?' Die Entscheidung war, ihn gehen zu lassen", schilderte Martinez die schrecklichen Augenblicke, in denen sie realisierte, dass ihr Hund aufgrund eines Missverständnisses sein Leben verloren hatte.

Zwar sei Ziggy in schlechter Verfassung gewesen und es hätte auch niemand mit absoluter Sicherheit sagen können, wie das Resultat des Eingriffs und dessen direkte Folgen letztlich ausgesehen hätten, aber Martinez hätte sich schlichtweg einfach nur gewünscht, dass "es mir möglich gewesen wäre, zu sagen, dass wir alles probiert haben".

Die Klinik bat mehrfach um Verzeihung, die Rechnung für die geleisteten Maßnahmen musste die Familie ebenfalls nicht bezahlen. Dazu erhielt sie eine Urne, eine Platte und Weihnachtsschmuck mit dem Pfotenabdruck Ziggys. Dies könne den Fehler zwar "nicht wieder gut machen", sei aber ein Zeichen dafür, wie sehr es der Tierklinik leid tue.

In den USA hat ein Missverständnis einen kleinen Vierbeiner wohl das Leben gekostet.
In den USA hat ein Missverständnis einen kleinen Vierbeiner wohl das Leben gekostet.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: 123RF/ Mikkel Bigandt

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0