Dank MOPO muss ich nicht mehr im Auto schlafen

Nachdem sie den Bericht über die Obdachlose Karin Berger (57) (re.) gelesen hatten, boten Silvia (52) und Rudolf (66) Nagel ihr ihre Gästewohnung an.
Nachdem sie den Bericht über die Obdachlose Karin Berger (57) (re.) gelesen hatten, boten Silvia (52) und Rudolf (66) Nagel ihr ihre Gästewohnung an.

Von Dirk Hein

Dresden - Tausende lasen am Sonntag die traurige Seite-1-Geschichte über Karin Berger (57), die obdachlos wurde, kein Geld mehr hatte und nun mit ihrem Hund Salvodor im Auto lebte, weil sie mit dem Tier keine Obdachlosenwohnung zugeteilt bekam.

Seit sechs Wochen lebte die Dresdnerin schon auf der Straße, fror im kleinen Ford Fiesta.

Die Morgenpost am Sonntag und MOPO24 berichteten über das traurige Schicksal - und erreichte die Herzen vieler hilfsbereiter Dresdner.

Bei MOPO24.de erfuhr Silvia Nagel (52) aus Bühlau vom Schicksal der Dresdnerin.

In diese Gästewohnung in Dresden Bühlau zieht nun Kerstin samt Hund ein!
In diese Gästewohnung in Dresden Bühlau zieht nun Kerstin samt Hund ein!

Sie sagt: „Dass jemand in unserer Stadt zusammen mit seinem Hund im Auto schlafen muss, darf nicht sein. Ich habe eine Ferienwohnung frei. Frau Berger kann kommen und am Dienstag helfe ich bei den Behördengängen!"

Bei so viel Hilfe und menschlicher Wärme schossen Karin Berger die Tränen in die Augen: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch jemanden etwas bedeute.“

Auf die Frage, was sie nach sechs Wochen im Auto und ohne Wohnung zuerst machen möchte, sagte sie seufzend: „Baden! Und heute Abend freue ich mich auf warme Füße. Endlich.“

Eine vorübergehende Bleibe scheint also gefunden. Wie es weitergeht? Die MOPO bleibt dran.

Foto: Christian Suhrbier